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Was ist eigentlich… ein Styleguide?

Styleguides sind doch diese PDFs in denen Farben, Schriften und Abstände geregelt sind – die im Zweifel aber keiner anguckt, oder? Jein. Es gibt die Form des PDF-Styleguides zwar immer noch, aber es existieren inzwischen auch zeitgemäße Versionen. Welche Kriterien es dabei zu beachten gilt und welche Inhalte zu berücksichtigen sind, lesen Sie hier.

Die Definition

Ein Styleguide dient einem einheitlichen Erscheinungsbild von KMUs über sämtliche Distributionsmittel hinweg, um ein charakteristisch visuelles Profil des Unternehmens zu gewährleisten. Dabei verfolgt ein Styleguide immer das Ziel dem „Corporate Design“ zu entsprechen. Damit ermöglich der Styleguide eine einheitliche Gestaltung inner- und außerhalb eines Unternehmens. Mittlerweile haben Styleguides an Bedeutung gewonnen. Sie sind zu einem primären Werkzeug geworden, um die ansteigende Komplexität in der Kommunikation, die Veränderung der Kanäle und die daraus resultierenden sowie immer knapper werdenden Zeitfenster zu bewältigen.

Inhalte eines Styleguides

Zunächst sind in einem Styleguide Normen festgelegt, die Sprachstil, Layout und Design der Präsenz im Internet sowie weitere technische und visuelle Aspekte betreffen.
Diese Normen gelten auch für Druckerzeugnisse mit verschiedenen Papiersorten, Druckfarben sowie den darin verwendeten Schriftarten. Inzwischen existieren auch Styleguides für die Software-Erstellung oder für die Produktion von Artikeln.
Selbst Kleinigkeiten sind in Styleguides genormt, wie beispielsweise das Ausschreiben von Abkürzungen (nicht L.A., sondern Los Angeles) oder auch Ausdrucksweisen, die zu vermeiden sind.

Arten von Styleguides

Meistens betreuen externe Dienstleister die Styleguides von Unternehmen. Dabei dokumentieren sie Inhalte wie Branding, Icons oder das Interface Design und stellen diese in Form eines PDF-Styleguides zusammen.
Die Problematik eines PDF-Styleguides liegt jedoch vor allem in dem geringen Verbreitungs- und Nutzwert und in der fehlenden inhaltlichen Tiefe. Oft sind die Guides nicht mehr in allen Details aktuell. Aufgrund ihres Formats kann man sie außerdem nur umständlich anpassen lassen.

Neben dieser klassischen Dokumentation im PDF-Format gibt es das sogenannte „Brandbook“ oder das „Styleguide-Markenportal“. Das „Brandbook“ verzichtet weitgehend auf konkrete Vorgaben, ist offen und interpretierbar. Oftmals ist es für den Start eines ersten Styleguides hilfreich. Das „Styleguide-Markenportal“ hingegen ist eine webbasierte Plattform, über die sich gezielt Vorlagen oder Muster publizieren lassen. Letztendlich verbergen sich aber auch hier einige Schwierigkeiten, wie etwa unspezifische Angaben und fehlende Aktualität. Dieses Problem lässt sich vor allem beim „Brandbook“ feststellen, da es sich um ein Druckerzeugnis handelt, das immer wieder neu aufgelegt werden muss, um durchgehend aktuell zu sein.

Um eine zentrale Wissensplattform für designrelevante Themen anbieten zu können, wünschen sich deshalb viele Unternehmen eine neue Generation von Styleguides. Das allseits bekannte Wiki verhilft zwar zu einer Kommunikationsinfrastruktur, die vor allem die Wissensverbreitung fördert. Jedoch handelt es sich hierbei um eine sehr zeitintensive Lösung. Es ist also eine Plattform gefragt, die Designwissen verbreitet und Prozesse vereinfacht.

Die Zukunft von Styleguides

Dynamische Styleguides sind eine passende Lösung, weil diese sich anpassen. Dieser neu entwickelte Styleguide-Typ basiert auf einem unterstützenden System, das automatisch Anforderungen, Vorgaben sowie Lösungen und Beispiele strukturiert und diese für den Designprozess bereithält. Dynamische Styleguides eignen sich für die Begleitung von Designprozessen, eine evolutionäre Weiterentwicklung einer Marke und aktive Markenführung. Darüber hinaus erleichtern sie dezentralen Teams die Arbeit.

Vorteile:

  • In der Briefing-Phase: Anforderungen, Vorgaben und Beispiele als Richtlinie
  • Gewährleisten eines zuverlässigen Status Quo
  • Vereinfachen der Steuerung von Projekten
  • Alle Beteiligten sind eingebunden und erhöhen den Nutzwert des Systems
  • Transparenz erleichtert die Bewertung von Weiterentwicklungen der Marke
  • Hohe Anpassungs-und Integrationsfähigkeit bei Veränderungen (dynamisches Wachstum)
  • Hohe Konsistenz und Kongruenz der Marke durch Akzeptanz, Aktualität und Praktikabilität

Falls Sie also ein Unternehmen leiten, das noch keinen Styleguide hat, sollten Sie sich Gedanken machen, welche Art von Styleguide langfristig erforderlich ist und welchen Mehrwert dieser für Sie hat. Möchten Sie sich einige Anregungen holen, finden Sie hier einige Beispiele:

Fazit

Alles in allem sind Styleguides heutzutage für die meisten Unternehmen unumgänglich. Das einheitliche Erscheinungsbild eines Betriebes ist maßgeblich für eine gelungene Außendarstellung und prägend für die Markenwahrnehmung der Kunden. Sowohl bei der Entscheidung für die Auswahl einer Marke, als auch für die Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen, sind solche Normen zunehmend wichtiger. Hierbei können dynamische Styleguides helfen, da sie ein besonders vielseitig einsetzbares Werkzeug darstellen.

 

Autorin: Mette Lutter

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hat diesen Beitrag am Mittwoch, 17. Februar 2016, in der Kategorie Tipps aus der Agenturpraxis, Wissenswertes veröffentlicht und unter den Stichworten , , , , abgelegt
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