Zum Jahresbeginn Erfolgsmeldungen platzieren
Gerade für viele E-Commerce-Unternehmen – Shops wie Dienstleister – war das Jahr 2007 außerordentlich erfolgreich: steigende Umsätze, mehr Kunden und Mitarbeiter. Und das sollten eigentlich so viele Leute wie möglich wissen. Denn wer gute und begehrte Arbeit leistet, hat im nächsten Jahr die Chance, seinen Erfolg noch weiter zu steigern. Daher ist es für aufstrebende Unternehmen schon beinahe eine Pflicht, die Medien zu informieren.
Dabei ist das Interesse durchaus gegenseitig: Viele Medien, vor allem der Fachpresse, veröffentlichen sehr gerne ein Jahresresümee, sofern es Hand und Fuß hat. Allerdings sollte eine Pressemitteilung darüber hinausgehen, Allgemeinplätze und eine salbungsvolle Ansprache des Geschäftsführers zu unterbreiten. Was stattdessen wirklich zählt, sind harte Fakten: Hat die Firma interessante Kunden oder Etats gewonnen? Wurden Arbeitsplätze geschaffen oder hat man ein wichtiges Geschäftsfeld ausgeweitet?
Verständlicherweise möchten sich viele Unternehmen nicht zu genau in die Karten sehen lassen. Daher scheuen sie davor zurück, absolute Umsatzzahlen oder Gewinne zu nennen. Hilfsweise werden also relative Steigerungsraten (“Umsatz um 35 Prozent erhöht”) verbreitet – und von den Medien oft genug auch veröffentlich. Wer es allerdings wagen würde, so meine Prognose, absolute Zahlen in Euro und Cent zu nennen, könnte ein Vielfaches der Medienresonanz ernten.
Der beste Zeitraum für einen Jahresrückblick ist im Januar und Februar. Wer sich dagegen erst im Mai zu einer Mitteilung entschließen kann, handelt schon mit alten Hüten.
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