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Zehn magische Sätze, die Journalisten und Blogger lieben

Wenn Sie Ihre Themen Ihren Medienkontakten anpreisen, dann wenden Sie nicht all Ihre Zeit auf, um Ihre Botschaften aktiv zu platzieren. Denken Sie lieber darüber nach, wie Sie die „zehn magischen Sätze“, wie ich sie nenne, in einem Telefongespräch, E-Mail-Interview oder von Angesicht zu Angesicht im persönlichen Gespräch mit Journalisten und Bloggern einsetzen. Ich habe mir die Fragen auf handliche Notizblöcke gedruckt und nutze sie immer, wenn ein Reporter anruft oder wenn ich einen Journalisten oder Blogger kontaktiere.

Sie können auch einige dieser Fragen verwenden, wenn sich ein Journalist oder Blogger bei Ihnen meldet und um ein Interview bittet, aber Sie eigentlich keine geeignete Quelle sind. Können Sie weiterhelfen, selbst wenn Sie nicht zitiert werden, macht das einen guten Eindruck. Zudem bleiben Sie in guter Erinnerung.

Die zehn magischen Sätze:

1. „Haben Sie einen Moment Zeit für ein Gespräch?“

Diese Frage zeigt, dass Sie sich dem Redaktionsschluss und Abgabeterminen der Redakteure bewusst sind. Wenn der Journalist keine Zeit hat, wird er es Ihnen sagen. Fragen Sie, wann Sie zurückrufen können und folgen Sie seinen Anweisungen.

2. „Brauchen Sie noch weitere Interviewpartner für Ihren Artikel (oder Blogbeitrag)?“

Je mehr Sie einem Journalisten oder Blogger helfen können, geeignete Interviewpartner zu finden, umso mehr wird er Sie als wertvollen Kontakt schätzen. Haben Sie stets zwei bis drei weitere Quellen inklusive vollständiger Kontaktinformationen zur Hand, die Sie anbieten können. Stellen Sie sicher, dass diese Personen sich bereit erklärt haben, für ein Interview zur Verfügung zu stehen.

3. „Welche Informationen benötigen Sie noch?“

Manchmal sind Journalisten und Blogger nicht auf der Suche nach Personen, die sie interviewen können. Sie brauchen handfeste Informationen wie Statistiken, Definitionen von Fachtermini, die in Ihrer Brache üblich sind, White Paper oder Recherchen über ein bestimmtes Thema oder anderen Daten rund um ihren Artikel oder Blogbeitrag. Wenn Sie diese bereitstellen können, dann werden Sie umso mehr als wertvolle Quelle geschätzt.

4. „Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?“

So gut wie niemand stellt diese Frage. Viele Leute, die versuchen ihr Thema Journalisten und Bloggern vorzustellen, sind zu beschäftigt mit ihrer eigentlichen Mission an sich. Die Frage „Wie kann ich Ihnen weiterhelfen?“ ist oftmals ein hervorragender Start für eine Geschäftsbeziehung, bei der Sie letztendlich als Quelle wertvoller Informationen angesehen werden. Wenn der Redakteur/Blogger anfängt zu sprechen, hören Sie zu!

5. „Darf ich Ihnen unsere Pressemappe zusenden?“

Ihre Pressemappe sollte Informationen enthalten, zu denen Journalisten und Blogger Zugang haben, ohne wertvolle Zeit mit dem Führen von Interviews zu verlieren.

Unterlagen wie eine kurze und eine lange Version Ihrer Biografie, Fakten über Ihre Branche oder des Unternehmen, FAQs, Links zu Ihren Social-Media-Seiten und Plattformen, auf denen Sie Fotos wie professionelle Porträtaufnahmen oder Fotos Ihrer Produkte zum Download anbieten, werden überzeugen.

Bieten Sie den Link zu Ihrer Online-Pressemappe an. Senden Sie niemals Ihre Pressemappe auf dem Postweg, ohne den Journalisten oder Blogger nach seiner Zustimmung zu fragen.

6. „Kann ich Ihnen eine visualisierte Übersicht, ein Diagramm, eine Illustration oder eine andere Infografik anbieten?“

Infografiken werden, insbesondere unter Jungredakteuren und noch unerfahrenen Bloggern, erst im Nachhinein angefordert. Der beste Zeitpunkt, um Grafiken anzubieten, ist gleich nach dem Interview. Sie haben vielleicht eine Karte, die Besuchern den Weg zu einer Veranstaltung weist, ein Tortendiagramm, dass einen komplizierten Sachverhalt verständlicher macht oder eine Infografik, die einen Artikel aussagekräftig unterstützt – stellen Sie sicher, dass die Grafiken in jedem Format, das Journalisten und Blogger anfragen, bereitsteht.

7. „Benötigen Sie geeignetes Bildmaterial?“

An Fotos wird genauso nachträglich gedacht. Sie können Journalisten oder Bloggern viel Zeit abnehmen, wenn Sie in die Offensive gehen und Fotos anbieten.

Gerade kleinere Publikationen, wie wöchentliche Zeitungen haben nur eine begrenzte Anzahl an Mitarbeitern in der Fotoredaktion. In meinem E-Book, „How to Use Photos & Graphics in your Publicity Campaign“, erfahren Sie alles, was Sie benötigen, um großartige Fotos anzufertigen und diese mit Ihren Medienkontakte zu teilen.

8. „Bitte rufen Sie mich an, wenn Sie etwas benötigen. Ich bin auch ein Experte in…“

Ihre Medienkontakte werde es zu schätzen wissen, wenn Sie auf verschiedenen Gebieten eine Expertise haben. Wenn ein Business-Blogger Sie interviewt, weil Sie ein Wirtschaftsexperte sind, wird es nicht wehtun, wenn Sie ihn wissen lassen, dass Sie ein passionierter Weinsammler sind.

Warum sollte das den Blogger auch stören? Im Gegenteil, wenn er einen Blogger kennt, der über Wein schreibt, gibt er sicherlich gern Ihren Kontakt weiter.

9. „Kann ich Sie in drei Monaten mit anderen Ideen zu einem Beitrag anrufen?“

Journalisten behaupten gern, dass sie es nicht leiden können, wenn Leute sie auf Wiedervorlage legen. In Wirklichkeit meinen sie, dass sie es hassen, wenn man ihnen auf die Nerven geht.  Versorgen Sie daher Ihre Medienkontakte mit Interviewpartnern, Ideen für Artikel, Tipps, Kontakten und hilfreichen Vorschlägen.

Wenn der Redakteur Ihnen die Erlaubnis gibt, sagen wir, in drei Monaten wieder anzurufen, dann erinnern Sie ihn daran, wenn Sie ihn kontaktieren. „Wir hatten besprochen, dass ich mich in dieser Woche bei Ihnen melden sollte. Ich hätte da Folgendes für Sie…“

10. „Wann kann ich Sie am besten erreichen?“

Einige Journalisten und Blogger begrüßen Telefongespräche von Quellen, von denen Sie wissen, dass Sie wertvolle Informationen erhalten können. Aus diesem Grund ist diese Frage auf keinen Fall überflüssig. Finden Sie heraus, wann Ihr Medienkontakt Redaktionsschluss hat, oder in welchem Zeitfenster ihm Telefongespräche lieber sind.

Halten Sie Ihre Merkzettel bereit…

Ich bewahre meine Aufzeichnung stets neben meinem Telefon auf und bin so bestens auf Gespräche mit Redakteuren und Bloggern vorbereitet. Oder tragen Sie ihren Gesprächsleitfragen immer in Ihrer Aktentasche bei sich. Wenn Sie einen Journalisten oder Blogger beispielsweise auf einer Tagung treffen, dann seien Sie nicht verlegen, ziehen Sie Ihre Notizen aus der Tasche und machen Gebrauch von den zehn magischen Sätzen.

Den Originalbeitrag „10 magic phrases journalists and bloggers LOVE“ lesen Sie in Joan Stewarts Blog „The Publictiy Hound’s Blog.

Ihren XING-Kontakten zeigen
hat diesen Beitrag am Montag, 16. Mai 2011, in der Kategorie Gastbeiträge, Tipps aus der Agenturpraxis, Wissenswertes, Zeitgeschehen veröffentlicht und unter den Stichworten , , , abgelegt
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