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Westerwave: No one can reach me the water!

Seit einigen Tagen verfolge ich den denglischen Twitter-Feed von Guido Westerwelle, äh, Westerwave. Hier im Twinternet stellt der voraussichtliche neue Außenminister unserer Republik seine Englischkenntnisse zur Schau. “I am the coming germany outside minister. No one can reach me the water!” lautet sein Twitter-Motto. Und - sind seine Bonmots nicht wundervoll?

“The coalition contract is under roof and box.” oder auch “My dear clody – this was a banghard weekend” (clod = Scholle). Ich möchte es einfach so sagen: unmissable unverpassbar!

Die Pressekonferenz, in der sich Westerwelle weigerte, die auf englisch gestellte Frage eines BBC-Journalisten zu beantworten, sieht ein Freund von mir übrigens überhaupt nicht als peinlich an. Er berichtet für unsere öffentlich-rechtlichen Medien aus London und meint:

“Wer als Journalist in GB arbeitet weiß, dass man nicht nur bei Pressekonferenzen in der Landessprache fragt. Nein, Interviews mit Ministern oder auch nur Staatssekretären bekommt man überhaupt nicht, auch nicht auf Englisch. Man wird nicht einmal von den relevanten Pressesprechern zurückgerufen, weil man ja vom deutschen Fernsehen ist, und die das einen sch***dreck interessiert, weil die in Deutschland ja nicht gewählt werden. Nicht einmal eine höfliche Absage bekommt man, weil ihnen das ja wieder unangenehm wäre – so direkt nein zu sagen. Der Westerwelle bekommt noch eine Dankes-E-Mail von mir und diversen Kollegen. Und zwar auf rosa Herzchenbriefpapier.”

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hat diesen Beitrag am Freitag, 23. Oktober 2009, in der Kategorie Zeitgeschehen veröffentlicht
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4 Kommentare to 'Westerwave: No one can reach me the water!'

jens
6. November 2009

Guter Artikel bis auf den pointierten Abschluß, der daneben zielt. “Rosa Briefpapier”? Was soll denn das? Ach richtig – Rosa ist schwul, meint Frau Floetenmeyer. Das stimmt natürlich. Wir erinnern uns an den rosa Winkel der 20 000 inhaftierten Homosexuellen im Dritten Reich. Zugegeben, ich habe mich erst gar nicht bemüht, eine witzige Pointe zu konstruieren.

Jens Thomas

Anja Floetenmeyer
6. November 2009

Missverständnis. Das rosa Herzchenbriefpapier war 1. nicht von mir formuliert (sondern von dem Londoner Journalistenkollegen) und 2. keine Anpielung auf den Rosa Winkel oder das Schwulsein unseres Ministers.

Martina Wagner
6. November 2009

Interessante Veranstaltung. Leider ist auf der verlinkten Kongreßwebsite kein Presseansprechpartner genannt. Und auch eine Pressakkreditierung für Journalisten scheint nicht vrogesehen?!

Dieter Reichel
6. November 2009

Oef oef, que lac je, wieder einmal ein deutsches Sprachgenie?
Herr Lübke hätte sich sicherlich darüber gefreut.

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