PR-Agentur Blog

Wer kann Social-Media?

Welche Anforderungen muss jemand erfüllen, der Unternehmen in Bezug auf ihr Social-Media-Engagement berät oder innerhalb des Unternehmens diesen Bereich verantwortet?

Der aktuellen Studie „Future of Content“ der Meltwater Group zufolge vergibt weit mehr als die Hälfte der Unternehmen die Verantwortung für diesen Kommunikationsbereich den Mitarbeitern, die Enthusiasmus und Freude an dieser Art der Kommunikation zeigen. Fachwissen spielt in dem Zusammenhang fast keine Rolle.

Macht das Sinn? Olaf Kolbrück vertritt im off-the-record-Blog genau die gegenteilige These. Seiner Meinung nach geht es in erster Linie um das Verständnis und einen kulturellen Wandel im Unternehmen. Marketing müsse „sich die Schuhe des Kunden anziehen“, um ihn zu verstehen. Unabhängig von Social Media müsse ein Unternehmen heute Problemlöser sein und Verständnis für die Bedürfnisse des Kunden haben. Es gehe darum, diese Kundenbedürfnisse zu erfüllen, egal über welchen Kommunikationskanal. Das ist in seinen Augen die notwendige Qualifikation. In den Kommentaren zu seinem Beitrag schießt sich eine lange Diskussion an. Die Meinungen gehen weit auseinander.

Niemand erwartet von einem guten PR-Berater, dass er selbst regelmäßig Artikel in Zeitungen veröffentlicht oder gar selbst eine heraus gibt. Dennoch sollte er sie lesen. Um zu wissen, über was dort in welcher Form berichtet wird. Nur so kann er für seine Kunden Themen identifizieren, die die Redaktionen und deren Leser interessieren. Gleichzeitig braucht er Fachwissen, das ihn beispielsweise in die Lage versetzt, eine Pressemitteilung korrekt zu verfassen.

Genau so verhält es sich im Bereich Social Media. Natürlich muss nicht jeder, der in diesem Bereich beratend tätig ist, eine eigene Facebook-Seite unterhalten oder regelmäßig per Twitter kommunizieren. Er muss jedoch verstehen, wie sich Kommunikation hier verhält und auf was zu achten ist. Und das funktioniert besser, wenn er selbst Teil der Community ist und unmittelbaren Einblick hat.

Die Nutzung von Social Media ist ein neuer Kommunikationsweg. Nicht mehr. Aber eben auch nicht weniger. Daher gehört ein grundlegendes Verständnis von Unternehmenskommunikation ebenso zu einem guten Social-Media-Berater wie das Wissen um die Prozesse im Web 2.0. Darum, dass hier die Kommunikation direkt mit dem Kunden abläuft. Darum, dass Einbahn-Kommunikation nicht angesagt ist, sondern vielmehr Dialog. Darum, dass mit Kritik zu rechnen und umzugehen ist. Darum, dass ein kleiner Fehler eine große Welle auslösen kann. Und vieles mehr.

Kurz: Fachwissen ist zwingend nötig. Selbst Teil der Social-Media-Community zu sein, zumindest hilfreich.

Ihren XING-Kontakten zeigen
hat diesen Beitrag am Montag, 20. Dezember 2010, in der Kategorie Wissenswertes veröffentlicht und unter den Stichworten , , abgelegt
* * * *   3 Stimmen

Beiträge mit ähnlichen Themen:

Newsletter für PR-Interessierte

Fanden Sie diesen Beitrag interessant? Dann
abonnieren Sie jetzt unseren Online-PR Newsletter
und erhalten Sie künftig einmal monatlich unsere
besten Tipps, Tricks und Fachartikel frei Haus.
Unser Dankeschön: Die "10 Gebote der Online-PR"
exklusiv für unsere Abonnenten zusammengestellt.






*Ihre Daten werden vertraulich behandelt. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

1 Kommentar to 'Wer kann Social-Media?'

brautkleid günstig
11. Juli 2011

Welche Anforderungen muss jemand erfüllen, der Unternehmen in Bezug auf ihr Social-Media-Engagement berät oder innerhalb des Unternehmens diesen Bereich verantwortet?
awesome!

Hinterlasse einen Kommentar