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Ende der Vorstellung (Foto: pixelquelle.de).

Es gibt Menschen, die verschwinden aus dem öffentlichen Bewusstsein, wenn sie von der Bühne, von der aus sie einst agierten, abtreten. Gerhard Schröder ist hierfür ein gutes Beispiel. Wenn dieser zu sehr seltenen Gelegenheiten quasi aus dem Nichts auftaucht, ist es immer wie ein Spuk. Und zwar kein böser, sondern ein gegenstandsloser, leerer: Gibt er ein Statement ab, weiß man sofort danach schon nicht mehr, was er gesagt hat.

Ganz anders Heiner Geißler – ein Politiker, der mir wegen seiner Kantigkeit schon immer äußerst sympathisch gewesen ist. Ich erinnere mich, wie er Anfang der 80er Jahre, als allerorten gehäkelt und gestrickt wurde und die Deutschen sich einmütig als das friedvollste Volk der Welt gebärdeten, mit der Wahrheit herausplatzte, dass der Pazifismus Auschwitz erst möglich gemacht habe. Das schlug damals ein wie eine Bombe.

Es ist jene Unkorrumpierbarkeit, mit der er in “lebendiger” Erinnerung bleibt. Unkorrumpierbar durch Ämter und die “Volksmeinung”, unkorrumpierbar durch Medienmacht und das politisch Gewollte. Ich war nicht erstaunt zu lesen, dass er sich heute als Globalisierungskritiker engagiert und unlängst der Organisation ATTAC beigetreten ist. Kritisch gewürdigt wird dies ebenso bei jetzt.de und 24stunden.de.

Peter Montag hat diesen Beitrag am Freitag, 25. Mai 2007, in der Kategorie Off Topic veröffentlicht und unter den Stichworten , , abgelegt
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