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User-Meinung am Rande: Google Sidewiki

Seit dem 23. September gibt Google Internetusern eine weitere interessante Möglichkeit, Meinungen und Kommentare hilfreicher und weniger hilfreicher Natur öffentlich zu machen – mit dem Google Sidewiki. Sicher gibt es zahlreiche Vorteile, aber auch Risikopotentiale dieses neuen Instrumentes – und absehbar, ob und auf welche Weise es einschlagen wird, ist es aktuell noch nicht wirklich…



Kommentare überall möglich, negativ wie positiv

Mit jedem beliebigen Browser können Anwender der Google-Toolbar das neue Instrument Sidewiki nutzen und jede Internetseite oder ausgewählte Abschnitte so kommentieren oder inhaltlich ergänzen. Und jeder Nutzer, der ebenfalls die Google-Toolbar installiert hat, kann die Kommentare anderer lesen und wiederum kommentieren. Die Einträge sind allerdings nicht chronologisch, sondern nach Relevanz sortiert – nach Algorithmen, die allein Google vorgibt. So ist offensichtlich der Ruf des Absenders eines Eintrags von größerer Bedeutung als seine Aktualität.

Der Haken: Sind Einträge einmal veröffentlicht, sind sie kaum mehr widerrufbar. Zwar kann ein Anwender eigene Kommentare bearbeiten und löschen – aber Websitebetreiber sind kaum in der Lage, sich vor negativen Einträgen und Kommentaren oder gar vor Verleumdungen zu schützen. Google müsste davon überzeugt werden, wie widerrechtlich oder unredlich der jeweilige Eintrag ist – was in der Realität äußerst schwer durchzusetzen sein wird.

Doch das Google Sidewiki hat auch Vorteile: Unternehmen können auf relative schnelle und einfache Weise einen Eindruck darüber gewinnen, wie die Nutzer ihrer Produkte oder Dienstleistungen grundsätzlich und auch ganz aktuell gestimmt sind.

Wichtig: Regelmäßiges Monitoring


Aus PR-Sicht, zu der auch das Medien-Monitoring gehört, müssen solche Sidewiki-Kommentare in sehr kurzen Abständen gecheckt werden. Nur so ist eine direkte Reaktion auf Befindlichkeiten der Bezugsgruppen sicher zu stellen. Problematisch werden aber sich häufende negative Einträge, da diese nicht einmal mehr in sozialen Netzwerken und Foren gesucht werden müssen, sondern oft zu prominent auf den einzelnen Seiten zu finden sein können. Im Sinne eines guten Online-Reputations-Managements sollten Unternehmen hierauf ein besonderes Augenmerk legen. Lässt sich hoffen, dass ehrliches, konstruktives Feedback weiter oben steht als bloße Hasstiraden.

Sidewiki: Die Folgen sind nur zu erahnen

Das Google Sidewiki ist noch keinen ganzen Monat nutzbar – und es bleibt abzuwarten, inwiefern es sich bei welchen Nutzergruppen durchsetzen wird. Wenn Sie unsicher sind, was das Sidewiki für Ihre Unternehmensreputation und Ihre PR- und Öffentlichkeitsarbeit bedeutet, kontaktieren Sie eine professionelle PR-Agentur, die sich mit Online-PR auskennt.

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hat diesen Beitrag am Freitag, 20. November 2009, in der Kategorie Wissenswertes, Zeitgeschehen veröffentlicht und unter den Stichworten , , , , , , abgelegt
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