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Social Web keine Plattform für Markenkommunikation?

Frauen sind nicht an Markenkommunikation im Internet interessiert, so das Ergebnis der Brigitte KommunikationsAnalyse 2012. Frauen stöbern lieber in Frauenzeitschriften nach aktuellen Tipps im Bereich Mode und Beauty und holen sich dort Ratschläge und Ideen zu Themen wie Garten, Kochen, Wohnen, Reisen und Beziehungen. Ist das Social Web keine Plattform für Markenkommunikation?

Für die repräsentative Befragung wurden 5.026 Frauen zwischen 14 und 70 Jahren mündlich und schriftlich interviewt. Nach Angabe von Brigitte nutzen drei von vier der befragten Frauen das Internet und jede zweite davon ist zumindest gelegentlich auf den Websites sozialer Netzwerke und interaktiver Internetangebote unterwegs. Fanseiten in sozialen Netzwerken sind weniger wichtig als die private Kommunikation mit Freunden. Unterhaltung und Spaß stehen im Vordergrund. Des Weiteren nutzen Frauen das Internet, um Bankgeschäfte zu erledigen, um E-Mails zu empfangen und zu versenden, um Informationen zu erhalten, die sie beruflich nutzen können und um grundsätzlich aktuell informiert zu sein. Ein Sterben der Printmedien, zumindest im Bereich Frauenzeitschriften, ist  laut der Studie zunächst nicht anzunehmen.

Social Media für Markenkommunikation

An Bedeutung verliert das Internet und Social Media für die Markenkommunikation dennoch nicht. Insbesondere Markenbeziehungen, die bereits bestehen, werden von Frauen gepflegt und gestärkt. Sie dienen der Identifikation mit der Marke und der Selbstinszenierung. Sie kommunizieren mit und über ihre Lieblingsmarken. Aktionen und Gewinnspiele treffen hier meist ins Schwarze.

Das Social Web bietet die Plattform für Markenkommunikation – nur wenige Unternehmen wissen die Möglichkeiten für sich zu nutzen. Kleine wie große Unternehmen, die hier erfolgreich sind, haben wir in unserem PR-Agentur-Blog immer wieder vorgestellt (Lego, Nestlé, Squishable.com). Gerade Frauen sind in sozialen Netzwerken wie Facebook und Pinterest stark vertreten. Männer sind leichter für Marken zu begeistern, angefangen vom Auto über den Fußballverein bis zur besten Grillzange. Männer lieben Statussymbole und identifizieren sich leichter mit Marken.

Große Werbebudgets werden mittlerweile ins Internet statt in TV und Print gesteckt. Aber auch hier sind sich nicht alle Unternehmen einig. So will Ferrero sein Budget für Nutella in Facebook investieren, General Motors möchte dagegen zukünftig auf Facebook als Werbepartner verzichten. Vielleicht wird das neue vom Web Excellence Forum entwickelte Verfahren zur Erfolgsmessung im Social Web gute Ergebnisse liefern und die Imagewirkung von Fanpages und Websites beleuchten.

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hat diesen Beitrag am Donnerstag, 14. Juni 2012, in der Kategorie Wissenswertes, Zeitgeschehen veröffentlicht und unter den Stichworten , , , , , abgelegt
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1 Kommentar to 'Social Web keine Plattform für Markenkommunikation?'

Ray
6. Juli 2012

Einerseits sagt die Studie nichts Neues. Andererseits ist Eingeweihten ja bekannt, dass man Markenkommunikation im Social Web in die Brot-und-Spiele-Kommunikation übersetzen muss. Ein Produzent einer Hosen-Marke etwa könnte – meine spontane Idee – auf Facebook ein kleines Game integrieren, bei dem man als Sieger eine Hose gewinnen kann. Titel: Meine Hose. Ein kleines, lustiges Video als Vorspann: Wie ich meine Hose verlor. Lustig, albern, Spaß. – Mensch, ich glaube, ich rufe mal ein paar Jeans-Firmen an. :-)

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