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Rhein-Zeitung bildet Blogger aus

Neue Wege im Print- und Online-Journalismus gehen – eine Regionalzeitung in Rheinland-Pfalz macht es vor: Follower-Abende, Blogger-Hospitanzen und jede Redaktion hat ihren eigenen Twitter-Account. Die Rhein-Zeitung denkt heute schon an morgen und bringt Journalisten, Blogger und Bürger näher zusammen. Die neueste Entwicklung: Ab 2011 bildet die Zeitung zwei Blogger-Volontäre aus.

Das Blogger-Volo ist einmalig in Deutschland. Zwei Jahre durchlaufen die Blogger unterschiedliche Stationen des Zeitungshauses bis sie sich als “Redakteur mit den Zusatzqualifikationen Blogs und Social Media” oder kurz “Social Media-Redakteur” betiteln dürfen. Der Fokus liegt deutlich auf neuen Medien, denn zwei Drittel absolviert der Lernende im digitalen Umfeld. Neben der klassischen journalistischen Schule, arbeitet er in der Online-Redaktion, betreut die Community, den Internetauftritt und mobile Journalisten, lernt Videos fürs Web zu erstellen und schreibt Beiträge in der RZ-Blogredaktion. Jemand hat spezielle Programmier- oder Community-Kompetenzen? Platz für den eigenen kreativen Kopf ist sogar erwünscht. Die Volontärskurse besucht der Blogger zur Ausbildung jedoch weiterhin mit dem Stamm der traditionellen Journalisten-Volos, da die grundlegenden Inhalte, denen eines Print-Volontärs ähneln. In der Vergütung der angehenden Redakteure unterscheidet die Rhein-Zeitung nicht.

Spaß am Text als Grundvoraussetzung

Entscheidend ist nicht wie viele Praktika ein Interessent bereits absolviert hat. Auch ein Studium wird nicht verlangt. Wer sich als Blogger-Volontär bewerben möchte, braucht nicht mehr als eine Liebe für Text, Dialogbereitschaft und Erfahrung im Umgang mit Blogs sowie sozialen Netzwerken. Eigene Blog-Projekte sollen sogar mit eingebracht und weiterverfolgt werden. Glänzende Berufsaussichten sagt Christian Lindner, Chefredakteur der Rhein-Zeitung den Berufsbloggern voraus: “In Zukunft benötigt jedes gute Medienhaus an wichtigen Verbindungspunkten einen Social Media-Redakteur”. Schon seit Anfang 2009 trägt er intensiv dazu bei, seine Zeitung fit fürs Web 2.0 zu machen. Regelmäßige Twitter Abende, an denen sich Follower und Redakteure austauschen oder die enge Arbeit mit Bloggern, zählen zu seinen erfolgreichen Projekten. Nach den Blogger-Hospitanzen und der erfolgreichen Aktion “Blogger als Chefredakteur für einen Tag” möchte er die Zusammenarbeit zwischen Bloggern und Journalisten weiter fördern. Es gilt, gegenseitige Vorbehalte abzubauen, und ein gemeinsames voneinander Lernen zu ermöglichen. Seine Vision: Ein gleichwertiges Miteinander der beiden Berufsgruppen. “Die Aufgabe des klassischen Journalisten verschiebt sich. Er wird zum Themenmanager, Scout und Experten. Blogger mit einem Gespür für Text hingegen, können ihm zuarbeiten und mit ihm gemeinsam Themen realisieren”, erklärt Lindner.

Die Resonanz im RZ-Blog ist für das Projekt “Bloggen und volontieren” sehr positiv und die Bewerberzahl für die neuen Blogger-Volontariate liegt im zweistelligen Bereich. Grenzen überwinden mit frischen Ideen und Zukunftspotential nutzen – wir setzen den Daumen hoch für die Rhein-Zeitung.

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hat diesen Beitrag am Mittwoch, 25. August 2010, in der Kategorie Wissenswertes veröffentlicht und unter den Stichworten , , , , , , , , , , , abgelegt
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