Reputation versaut
Sich einen guten Namen aufzubauen erfordert einen langen Atem und eine kluge Kommunikationsstrategie. Umso ärgerlicher, wenn die Online-Reputation mit einer einzigen Aktion nachhaltig beschmutzt wird. So geschehen bei JP Morgan Chase in New York. Gehen wir einmal davon aus, dass die tausendfach per E-Mail weitergeleitete Abschiedsmail eines Bankmanagers echt ist. Sie hat es in sich. Detailliert wird abgerechnet, das Arbeitsklima beschrieben und Einzelpersonen persönlich "gedankt". Sofort wurde der Brief süffisant von Bloggern wie WallStreetJackass und "The Closet Entrepreneur" aufgegriffen.
Warum es sich über solche viralen Büromails nachzudenken lohnt, ergibt sich von selbst. Wie immer ist Kommunikation nicht kontrollierbar. Fallen schändliche Kommentare auf fruchtbaren Boden, ist selbst eine angesehene Bank nicht davor gefeit, dass sich die gesamte Wallstreet hämisch das Maul zerreißt. Ich bekam diese Mail übrigens von einem Freund aus London. In weniger als drei Tagen hatte der Schandbrief es über den Teich und in einen anderen Sprachraum geschafft. Es lohnt sich also, für Unternehmer mit Ihren Mitarbeitern zu reden. Es zahlt sich aus, interne Kommunikation groß zu schreiben und das Thema "Interne Kommunikation" ebenso strategisch zu bearbeiten, wie die externe Pressearbeit. Unzufriedene Mitarbeiter könnten Überraschungen in petto haben, die man ihnen nie zugetraut hätte.
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1 Kommentar to 'Reputation versaut'
24. August 2007
Auch JPMorgan Chase & Co, die zweitgrößte Bank der USA (weltweit Platz 9) mit einem Jahresumsatz von mehr als 50 Milliarden Dollar, ist vor einer Schmutzkampagne nicht sicher.
Denn einer der 168.000 Mitarbeiter hat der Bank ein nettes Ab…
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