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Radio-PR: Wie Ihr Unternehmen gehört wird

Nach wie vor ist das Radio das meistgenutzte tagesaktuelle Medium nach dem Fernsehen: Fast 80 Prozent der Deutschen hören täglich Radio, rund 85 Prozent schauen täglich oder fast täglich fern. Die junge Generation der zehn bis 29-Jährigen nutzt das Radio täglich über zwei Stunden. Der durchschnittliche Hörer hört laut ARD ZDF Onlinestudie 2014 und der Medien Analyse 2015 Radio I über drei Stunden pro Tag Radio. Somit ist dieses Medium nicht nur für die Werbung, sondern auch für die PR attraktiv.

In Deutschland gibt es 233 private, 63 öffentlich-rechtliche und 106 weitere Sender wie Bürgerradios und offene Kanäle. Viele von Ihnen erfreuen sich auch im Social Web an großer Beliebtheit, da das Radio schon immer von Interaktion lebt.

Mithilfe von fertigen Beiträgen, O-Tönen oder Interviews können Sie Hörer über Produkte, Dienstleistungen oder Events informieren. Die Vorteile von Radio-PR sind eindeutig:

  • Sie erzielt eine große Reichweite,
  • bietet eine hohe Aktualität und
  • ermöglicht eine emotionale Wiedergabe der Informationen.

Um diese Potenziale optimal zu nutzen, haben wir einige Tipps für Ihre Radio-PR zusammengestellt:

Mit Qualität punkten

Grundvoraussetzung, um die Tür zu den relevanten Redaktionen zu öffnen, ist eine professionelle Tonqualität. Deshalb sollten Sie die Töne mit guten Geräten und von den besten Technikern aufzeichnen lassen. Die Akzeptanz von Telefon-O-Tönen ist in vielen Redaktionen gering. Damit die Redaktionen Ihr PR-Material verwenden können, muss es außerdem hörerrelevante Themen bedienen. Diese hängen vom Sender und Alltagsgeschehen ab. Bei Radio-PR sollten Sie im Hinterkopf behalten, dass Beiträge oder O-Tonpakete ein Angebot an die Sender sind, vergleichbar mit einer Pressemitteilung – jeder Sender kann das Material verwenden, keiner ist dazu verpflichtet. Mit einer guten Maßnahme lässt sich eine bis zu siebenstellige Anzahl von Hörern erreichen.

Redaktionen ködern − aktuelle Aufhänger finden

Um Radiosender davon zu überzeugen, Ihr Material zu verwenden, muss die Maßnahme attraktiv sein. Eine Straßenumfrage erhöht beispielsweise die Aufmerksamkeit der Sender. Radio-Redaktionen arbeiten zudem mit einem großen Aktualitätsbezug. Jahres- oder Aktionstage und saisonale Termine finden regelmäßig in den Moderationen statt. Als PR-Verantwortlicher sollten Sie diese Tage kennen und Material thematisch gezielt anbieten. Hilfreich ist hier eine Themenplananalyse.

Auswahl bieten

Für eine hohe Reichweite ist ein vielfältiges Angebot wichtig. Während kleinere Sender gerne auf bereits fertig geschnittene Beiträge zurückgreifen, bevorzugen größere Sender Original-Töne aus Interviews. O-Töne zu aktuellen Themen mit selbstgestellten Fragen können Sie Redaktionen auch direkt zum Download anbieten. Diese können sie in ihre Moderation einbauen oder einen eigenen Sprecher einsetzen.

Einschränkungen der Radio-PR

Auch wenn Radiosender mit Claims wie “Radio. Geht ins Ohr. Bleibt im Kopf” oder “Mit Radio erreichen Sie immer die Richtigen” werben, kann Radio-PR nicht alles: Wenige Sekunden entscheiden darüber, ob Ihnen ein Hörer seine Aufmerksamkeit schenkt oder nicht. Kommen Sie schnell auf den Punkt, sonst schaltet Ihre Zielgruppe möglicherweise weg.

Außerdem eignet sich nicht jedes Thema für Radio-PR. Das perfekte Thema macht neugierig und schafft einen Mehrwert für die Hörer. Es sollte massenkompatibel, glaubwürdig und unterhaltsam sein sowie gleichzeitig Emotionen wecken. Möchten Sie einen spezifischen Beitrag ins Radio bringen, wählen Sie entweder passende Sendungen aus oder bereiten ihn so auf, dass er für die breite Masse interessant ist. Alternativ eignen sich Podcasts für spezielle Themen. Wollen Sie eine URL bewerben, ist der Mediensprung recht hoch. Setzen Sie dann lieber auf Online-PR, SEO und PPC.

Für regionale PR eignet sich Radio-PR gut, wenn Sie in Kauf nehmen, mit Ihrem Beitrag eine eingeschränkte Hörerzahl zu erreichen. Da es sich um ein rein auditives Medium handelt, ist es in jedem Fall notwendig, wichtige Botschaften zu wiederholen. Tun Sie dies nicht, bleiben sie womöglich nicht im Kopf.

Im Gegensatz zu einer Pressemitteilung, die Sie zum Beispiel an einen handselektierten Fachmedienverteiler versenden, grenzen Sie Ihre Zielgruppe via Radio schlechter ein. Denn Hörer des Massenmediums sind eine heterogenere Gruppe. Es sei denn, Sie produzieren einen Beitrag für eine bestimmte Sendung oder einen bestimmten Radiosender, der Ihre Zielgruppe direkt anspricht.

Erfolge messen

Das Gelingen einer PR-Maßnahme kann auch bei Radio-PR nicht garantiert werden. Von erfolgreicher Radio-PR kann daher erst dann die Rede sein, wenn eine Evaluation den Erfolg bestätigt. Wichtige erfolgsrelevante Fragen wie das Erreichen der Zielgruppe oder der Gesamtreichweite der Maßnahme lassen sich nur beantworten, wenn Wissen über die Ausstrahlungen und die Reichweite der Radiosender vorhanden ist.

Kosten für Hörfunk-PR

Je nach Aufwand kann ein Beitrag für Radio-PR zwischen 1.500 und 4.000 Euro kosten. Der Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:

  • Recherche, Themenplanung
  • Aufzeichnen des Beitrags mit professionellem Equipment gegebenenfalls in einem Studio mit ausgebildetem Sprecher inklusive Schnitt
  • Änderungen auf Kundenwunsch
  • Distribution des Beitrags, Bereitstellen als Download oder ein Verbreiten auf Datenträgern
  • Kontaktaufnahme mit Redaktionen
  • Messen des Erfolgs
  • Gegebenenfalls Buchung einer (Seeding-)Agentur

Fazit

Das Medium Radio eignet sich gut, wenn Sie es in einen abwechslungsreichen Medienmix integrieren und Chancen und Risiken gut abwägen: Überlegen Sie sich, welche Ihrer Themen sich für Hörfunk-PR eignen. Bedenken Sie, dass der Erfolg einer Hörfunkmaßnahme nicht im Detail planbar ist. Wenn Sie eine feste Reichweite erreichen möchten, erwägen Sie, Werbung zu schalten. Für Radio-PR eignen sich gutgemachte Servicebeiträge sowie aktuelle und allgemein relevante Themen mit einem guten Aufhänger wie Aktions-, Feiertage oder Medienevents.

Haben Sie Fragen oder benötigen Sie eine Beratung zum Thema Radio-PR? Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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hat diesen Beitrag am Mittwoch, 10. Juni 2015, in der Kategorie Tipps aus der Agenturpraxis, Wissenswertes, Zeitgeschehen veröffentlicht und unter den Stichworten , , , , , abgelegt
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