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Marketing-Strategien mit Social Media

Social Media Marketing ist in. Viele Firmen, durchaus auch namhafte Unternehmen, werben mithilfe von Facebook, Twitter und Co. Und man hört immer wieder von sehr guten Erfahrungen mit dieser neuartigen Form der Werbung: Vor allen Dingen kann man hier mit wenig oder gar keinem finanziellen Aufwand verhältnismäßig große Reichweiten erzielen. Wenn es auch kaum etwas kostet – man sollte auch Social-Media-Kampagnen gut planen, damit man nicht, wenn auch kein bares Geld, dennoch seine Arbeit in den Sand setzt. Das gilt vor allem, wenn man international werben möchte.

Das Internet ist schon lange als preisgünstige Werbeplattform entdeckt worden. Allerdings reicht es nicht, eine Firmenwebsite in Netz zustellen und dann zu warten bis das Telefon heiß läuft und/oder das eMail-Postfach überläuft. In diesem Falle wird der Internet-Auftritt sehr wahrscheinlich mit bestenfalls einer einstelligen täglichen Besucherzahl vor sich hin dümpeln, egal wie toll das Design und wie spannend die Informationen sind. Die Besucher kommen nicht von selbst, daher benötigt man gewisse Strategien um Besucher auf seine Website zu lenken.

Eine Social-Media-Kampagne – oder eine ständige Arbeit mit dem Web 2.0 – ist eine gute Maßnahme um Menschen anzusprechen und als Besucher auf die eigentliche Website zu führen, wo man beispielsweise seine Produkte verkauft. Herkömmliche Websites werden von Google schlechter gefunden, weil sie statisch sind, sich selten oder nie verändern. Sie haben allerdings auch ihren Sinn, weil dort die tiefer gehenden Informationen stecken, etwa genaue Produktbeschreibungen und dergleichen, im Idealfall auch der Shop, in dem die Besucher gleich bestellen können.

Grundlegende Strategien

Die Präsenz in den Social Media nun macht es den Kunden leicht, auf die Website zu gelangen: Sie ist ja nur einen Mausklick entfernt. Daher sollten die Dinge, die man nach Facebook oder Twitter postet, interessant und originell sein, so dass die potentiellen Kunden einem folgen bzw. als Freund annehmen. Beispielsweise kann man in loser Folge flotte Sprüche und Links auf interessante Web-Inhalte twittern und dabei Links auf die eigene Seite einstreuen.

Wichtig ist auch, dass man mit seinem Profil die Leute anspricht, die man als Zielgruppe hat. Das ist im Grunde einfach: Wer einen Laden bzw. ein Webshop mit Reiterbedarf hat, wird sich kaum damit schwer tun, sich in seinem Facebook- oder Twitter Profil als begeisterter Pferdefreund zu outen. Es spricht auch nichts dagegen, mehrere Profile für verschiedene Zielgruppen anzulegen.

Auch ein Blog leistet gute Dienste: Wenn man es regelmäßig mit neuen Postings versorgt, erfüllt es  Googles Anspruch auf oft aktualisierte Inhalte. Es wird also leicht gefunden und hebt, wenn es Bestandteil einer Website ist, deren Wertung bei Google mit an. Aber auch ein separates Blog hat seine Sinn: Es wird, wenn es gut gemacht ist, Stammleser gewinnen, die irgendwann auch die verlinkte Website besuchen. Und natürlich ist auch das Blog eine gute Möglichkeit, gezielt bestimmte Menschengruppen anzusprechen – nämlich ganz einfach über die Themenwahl. Und natürlich kann man über Facebook und Twitter auch wieder Besucher auf sein Blog lenken.

Übrigens verfügt heute praktisch jedes Blog über einen Knopf zum Twittern von Artikeln. Man kann also die eigenen Blogartikel hin und wieder selbst aufsuchen und sie mit zwei Mausklicks twittern. Falls man sie in kurzen Abständen mehrmals twittern will und Twitter meckert („Oops, das hast du schon gesagt…“), fügt man in den Tweet einfach irgendwo zwischen zwei Worten ein zusätzliches Leerzeichen ein.

Andere Länder – andere Social Media

Natürlich ist es nahe liegend, mit Social Media auch international zu werben. Eine bestimmte Social-Media-Kampagne, die man entwickelt hat und die in Deutschland erfolgreich war, kann man aber nicht so ohne weiteres auf andere Länder übertragen. Die Nutzer des Internets in aller Welt sind keinesfalls eine homogene Gruppe mit standardisierten Eigenschaften.

Vor allem sind Facebook und Twitter – die bei uns in Deutschland tonangebenden Social Media – keineswegs überall auf der Welt das Maß aller Dinge. In Brasilien oder China etwa sind Blogs die beliebtesten Errungenschaften des Web 2.0, die Japaner wiederum haben ein eigene Facebook-ähnliche Plattform.

Man muss also berücksichtigen, welche Plattformen die Menschen in einem Zielland am liebsten benutzen und welche Endgeräte sie dazu verwenden: In Australien etwa ist das eher der Computer, in Asien dagegen mehr das Handy. Die grundlegende Strategie bleibt jedoch gleich: Man macht auf einem Medium des Web 2.0 auf sich aufmerksam, weckt Sympathien und Interesse und leitet die Besucher schließlich dahin, wo man sie haben will: Auf die Bestellseite.

Ein weiterer Punkt beim internationalen Marketing (nicht nur) mit Social Media ist die Sprache. Man sollte die Leute in ihrer Muttersprache ansprechen – und zwar so, dass sie es nicht nur notdürftig verstehen, sondern so, dass man einen guten Eindruck macht. Natürlich kann nicht jeder so gut Englisch, Französisch, Spanisch oder gar Griechisch, dass er einen astreinen Blog-Artikel darin verfassen kann. Daher sollte man hier am besten die Hilfe eines Muttersprachlers in Anspruch nehmen, der im Idealfall auch weiß, wie in seiner Heimat die aktuellen Trends sind und über was man dort gerade spricht.

 

Über den Autor:  

Christian Arno ist Gründer und Geschäftsführer des internationalen Übersetzungsbüro Lingo24, das auf drei Kontinenten tätig ist.

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hat diesen Beitrag am Mittwoch, 18. Januar 2012, in der Kategorie Gastbeiträge, Wissenswertes, Zeitgeschehen veröffentlicht und unter den Stichworten , , abgelegt
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2 Kommentare to 'Marketing-Strategien mit Social Media'

Daniel
18. Januar 2012

Sicherlich ist Social Media voll im Trend, dennoch sollten Marketer den Fokus auf bewährte Kanäle richten: SEM, SEO und Display-Marketing sollten hier an erster Stelle sein. Für Social Media gilt: Dabei sein sollte man auf alle Fälle, dennoch ist es nur Kür!

Harald Weber
18. Januar 2012

Ich widerspreche dem. Nach meiner Meinung ist es mehr als Kür, wenn es denn in den Unternehmen ansprechpartner gäbe, die überhaupt die Brisanz des Themas erkennen würden. Gerade im b2b Marketing sind die meisten Mittelständler noch kilometerweit von der Thematik entfernt und beginnen gerade erst bewusst die Themen SEO und SEM zu bearbeiten. Gut für die, einen Dienstleister kennen und oder zumindest Teile des Themas schon beherrschen.

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