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Sieben Gründe, kritische Blogbeiträge zu begrüßen

Sie bloggen selbst? Seien Sie mal ehrlich: Wie oft löschen Sie negative Beiträge, anstatt sie stehen zu lassen? Entfernen Sie kritische Kommentare von Ihrer Facebook-Seite? Wie oft haben Sie schon einen Händler rummosern hören, dass er kein Profil auf Yelp (Anmerkung der Übersetzerin: In Deutschland empfehlen wir zurzeit eher Qype) haben möchte, weil er befürchtet, jemand könnte über ihn einen negativen Beitrag schreiben?

Negative Kommentare können Ihnen mehr nützen als schaden. Fürchten Sie sie nicht länger. Ich berufe mich dabei nicht auf jegliche Art von Dummschwätzern, Perversen oder Menschen, die Streit suchen. Im Gegenteil, ich denke an Menschen, die mit etwas, das Sie geschrieben haben, nicht übereinstimmen, Sie auf einen Fehler hinweisen, auf schlechten Kundenservice aufmerksam machen, Ihnen Tipps geben, was Sie in Ihrem Job noch verbessern können oder alles Andere erwähnen, das Sie schlecht aussehen lassen könnte.

Wenn ich Dinge sehe, die mir nicht gefallen, gerate ich selbst in Versuchung, die „Löschtaste“ zu drücken. Aber ich widerstehe der Verlockung. Hier meine sieben Gründe, warum ich kritische Beiträge stehen lasse:

1. Negative Kommentare machen Ihr Blog oder Ihre Website authentisch

Was halten Sie von einer Website, auf der nur eine Auflistung von vor Begeisterung strahlender Kommentare zu lesen ist?

2. Kritische Beiträge lassen Sie wissen, was Sie falsch gemacht haben

Wenn ein Link in Ihrem Blog-Post zu einer Fehler- anstatt einer Verkaufsseite führt, oder Sie etwas Falsches geschrieben haben, beheben Sie es, bevor Sie möglicherweise Einnahmen einbüßen. Vergessen Sie dann nicht, der Person zu danken, die Sie darauf hingewiesen hat.

3. Harsche Kritik am Kundenservice gibt Ihnen die Möglichkeit, die Situation zu verbessern und Probleme öffentlich zu lösen

Wenn jemand beispielsweise einen negativen Kommentar über ein lokales Unternehmen auf Yelp postet, empfehlen die Mitarbeiter der Meinungsplattform dem Betroffenen, auf den Eintrag  sowohl offen als auch privat zu reagieren. Dass der Review-Schreiber zwei Stunden auf sein Essen gewartet hat, hätte damit zusammenhängen können, dass die Personaldecke in der Küche krankheitsbedingt sehr dünn gewesen ist. Wenn der Inhaber ihm das verdeutlicht, könnte der Verfasser seinen Eintrag überarbeiten oder sogar zurücknehmen.

4. Sie zeigen Ihnen und anderen Besuchern, dass man Ihren Content liest

Was ist der meist genannte Grund für Frustration unter Bloggern? Nicht genügend Traffic! Auf Platz zwei folgt: Nicht genügend Kommentare. Grund genug, auch negative Kommentare zu begrüßen.

5. Unbequeme Kommentare rufen Ihre Befürworter auf den Plan

Alles, was Sie benötigen, ist ein negativer Eintrag: Wenn Ihre Leserschaft von Ihrem Blog überzeugt ist, eilt sie Ihnen mit flammenden Worten über Ethik, Integrität und Geschäftssinn zu Hilfe. Ohne den kritischen Kommentar hätten Ihre Befürworter geschwiegen.

6. Sie geben Ihren Lesern die Chance, Ihr Unternehmen zu verbessern

Kunden, die sie bereits kennen, mögen und schätzen, möchten an Ihrem Erfolg teilhaben, selbst wenn die Kritik Ihnen wehtut. Was ist daran schlecht?

7. Wenn jemand kritisch über Sie spricht, dann ist es besser, wenn es in Ihrem Blog passiert, anstatt irgendwo anders

Einer der einfältigsten Gründe, die Blogger angeben, weshalb sie keine Kommentare in ihrem Blog zulassen ist, „auf diese Weise können Leser nichts Schlechtes über mich sagen“. Wenn Leser Kritik über etwas äußern möchten, dann tun sie das auch. Wenn sie es nicht bei Ihnen direkt machen können, dann tun sie es wahrscheinlich in einem anderen Blog, in einem Forum oder in einer Social-Media-Gruppe.

Über die Autorin

Joan Stewart, the Publicity Hound – sie ist die Grande Dame der Public Relations in den USA: Exklusiv für unser PR-Agentur-Blog veröffentlicht sie ihre Beiträge und gibt wertvolle Tipps, wie Unternehmen klassische PR und Social-Media-Kommunikation nutzen können, um Glaubwürdigkeit aufzubauen, die Reichweite zu steigern, sich als Experte zu positionieren, mehr Produkte und Services zu verkaufen oder einfach ein interessantes Thema zu lancieren.

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hat diesen Beitrag am Dienstag, 17. Januar 2012, in der Kategorie Gastbeiträge, Tipps aus der Agenturpraxis, Wissenswertes, Zeitgeschehen veröffentlicht und unter den Stichworten , , , , abgelegt
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2 Kommentare to 'Sieben Gründe, kritische Blogbeiträge zu begrüßen'

Rebekka Müller
17. Januar 2012

Stimmen Sie Joan Stewarts Beitrag zu? Wie gehen Sie mit negativen Kommentaren um? Gehen Sie in die Offensive oder löschen Sie negative Stimmen eher, als darauf zu reagieren? Diskutieren Sie mit uns.

Andre´
16. Juli 2012

Super blog danke hat mir sehr weitergeholfen danke für den Tipp macht weiter so lg aus berlin

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