Guerilla-PR mit Spaßfaktor
Wie man sich mit originellen Aktionen in die Medien bringen kann, dafür ist das Satiremagazin Titanic ein hervorragendes Beispiel. Vielleicht erinnern Sie sich noch an den Buntstift-Schmecker bei “Wetten dass…?” Oder an den gewollt dilettantischen Bestechungsversuch, mit dem Titanic die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland geholt hat? Letztere Aktion fand ein sogar weltweites Medienecho…
Jüngster Coup des Magazins ist die Ebay-Versteigerung eines “Tapferkeitsordens” (“wenig getragen, wie neu”), wie er tags zuvor von Bundeskanzlerin Angela Merkel erstmals in der bundesdeutschen Geschichte an vier Feldwebel der Bundeswehr überreicht worden ist. “Wir wollten mal gucken, wie sehr sich Tapferkeit auszahlt”, erklärte Titanic-Mitarbeiter Martin Sonneborn. Das Verteidigungsministerium schritt sofort ein und innerhalb weniger Stunden war die Auktion von Ebay selbst auch schon beendet worden. Doch das Medienecho auf den Titanic-Scherz war beachtlich…
Als Leser dieses Blogs wird Ihr Betätigungsfeld wahrscheinlich nicht die Herausgabe eines Satiremagazins sein. Doch außergewöhnliche oder gar abwegige und spaßige Aktionen können sich auch für Ihr Unternehmen bezahlt machen und dieses in die Medien bringen – und es lohnt sich auf jeden Fall, über solche Wege und Möglichkeiten nachzudenken…
Apropos Titanic: Einer der besten Beiträge, die ich je in Titanic gelesen habe, entstammt den späten Achtziger oder frühen Neunziger Jahren. Dies war eine Zeit, in der Personen des öffentlichen Lebens, insbesondere Politiker, sehr schlimme Dinge taten und meinten, alles wieder in Ordnung zu bringen, indem sie sich einfach nur einmal förmlich und öffentlich entschuldigten.
Die Antwort des Satiremagazins Titanic ließ nicht lange auf sich warten. Die Zeitschrift veröffentlichte eine fiktive umfangreiche Entschuldigungsrede Adolf Hitlers etwa folgenden Inhalts: “Den Zweiten Weltkrieg vom Zaun gebrochen, halb Europa verwüstet und die Juden vergast zu haben, war ein Fehler, den ich zutiefst bedaure.”
Vielleicht haben Sie ja einmal Gelegenheit, dies irgendwo nachzulesen – Sie werden sich vor Lachen kaum wieder einkriegen…
|
| Tweet |

















Noch keine Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar