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Digital – scheißegal? Warum Unternehmen 2015 in guten Content investieren sollten

Inhalte für digitale Kanäle sind eine große Herausforderung für Unternehmen. Nicht, weil es unmöglich ist, diese zu erstellen. Die Hürden liegen eher bei der Gefahr der Wiederholung und mangelnder Kreativität. Unser Gastautor Roland Panter erklärt, warum auch 2015 guter Content ein Dauerbrenner ist.

Das Bewusstsein, über digitale Inhalte nachhaltig Reichweite für seine Themen aufbauen zu können, ist vorhanden. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Facebookseite, ein Corporate Blog oder den digitalen Newsletter handelt, in denen die Informationen versendet werden. Doch die Qualität der Inhalte, des Contents, wie es in der Fachwelt heißt, bereitet vielen Unternehmen Probleme. Insbesondere auf lange Sicht. Manche Unternehmen sind noch zu sehr in der alten Welt behaftet, andere sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Selbst, wenn man auf einer großartigen Geschichte sitzt, bedeutet es noch lange nicht, dass man diese auch interessant erzählen kann. Was also tun?

Hierzu ein Beispiel: Mit der BILD gibt es in Deutschland ein handwerklich herausragend gemachtes Medium. Tagtäglich bekommen wir vorgemacht, wie Inhalte verkaufsförderlich aufbereitet werden. Die Fragestellungen lauten dabei vermutlich: Taugt der geplante Aufmacher, um damit die Auflage zu verkaufen? Muss ich die Geschichte vielleicht etwas anders erzählen, um dieses Ziel zu erreichen? Sehr gut sichtbar wird dabei, dass die strategische Auswahl und Aufbereitung von Informationen unmittelbaren Einfluss auf den Verbreitungserfolg haben. Genau diesen Erfolg wollen Sie mit Ihren Botschaften ebenfalls erzielen. Warum nicht von den Besten lernen?

Für Ihren Content bedeutet es, dass da nicht mehr „irgendwas“ versendet wird – frei nach: Wir müssen mal wieder eine News verschicken. Vielmehr sollte sich jede Botschaft einem übergeordneten Kommunikationsziel unterordnen. Das sollte man jedoch nicht mit Werbung verwechseln. Diese hat einen ganz anderen Charakter und ganz andere Ziele, als es die dialogorientierten digitalen Kommunikationskanäle haben sollten.

Perspektivwechsel steigert die Glaubwürdigkeit

Kommunikationsziele können sehr unterschiedlich aussehen. Aus Vertriebssicht ist das Herausarbeiten von Alleinstellungsmerkmalen oder das Vermitteln des Kundennutzens von Bedeutung. Dabei hilft es sehr, die Perspektive zu verändern und den geplanten Inhalt aus der Sicht des Wunschadressaten, des Kunden, zu formulieren. Welche Faktoren sind für diese Zielgruppe interessant? Wie vergleicht diese Gruppe die Faktoren mit Angeboten aus dem Wettbewerb? Wer sich diesen Fragen stellt und sich ehrlich mit seinem eigenen Angebot auseinandersetzt, ist klar im Vorteil. Stichworte dafür heißen Authentizität, Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit.

Der Blick nach vorn: Inhalte auf lange Sicht planen

Strategien für die Kommunikation über digitale Kanäle verfolgen mehrere Ziele. Zum einen wollen Botschaften vermittelt werden, zum anderen will man den Leser gerne durch ein „Gefällt mir“ oder ein Abonnement des Newsletters lange an sich binden. Das bedeutet, am Anfang sind die Reichweiten klein und wenn man dann endlich große Reichweite aufgebaut hat, ist im schlimmsten Fall schon alles erzählt. Und nun? Noch einmal von vorn?

Die Wiederholung von Botschaften als solches ist nicht verwerflich. Das ist ganz oft sogar sehr zweckdienlich. Die Herausforderung besteht darin, die Inhalte in neue Worte zu kleiden und aus einem anderen Winkel betrachtet neu zu erzählen. Das klappt effektiv mit guter Planung. Dazu gehören Überlegungen, wie man seine wenigen wertvollen Botschaften ideal verteilt über das Jahr ausrollt und wie man interessante Inhalte für die Zeiten dazwischen findet.

Vorsicht vor Fachchinesisch: Nur guter Content hält Unternehmen im Gespräch

Die Entwicklung von gutem Content bedarf kreativer Kompetenz. Helle Köpfe, die sich mit vielen Ideen einbringen und dabei helfen, die wirklich spannenden Geschichten zu identifizieren. Da helfen Profis, aber auch ambitionierte Mitarbeiter mit tollen Ideen. Vorsicht ist angebracht, wenn die Betriebsblindheit zuzuschlagen droht und der Perspektivwechsel in die Kundensicht nicht gelingt.

Damit das nicht passiert, hat es sich bewährt, das Erfahrungswissen aus den vergangenen Veröffentlichungen in die Erstellung neuer Posts und Beiträge einfließen zu lassen. Schnell lässt sich so herausfinden, welche Themen gut funktionieren und welcher Beitrag nur wenig Reaktion hervorruft. Insbesondere diese analytische Kompetenz hilft Unternehmen dabei, auf digitalen Kanälen immer besseren Content anbieten zu können.

Struktur und Planung sind die halbe Miete

Für guten Content benötigen Sie auch im Jahr 2015:

  • Eine schlüssige Kommunikationsstrategie
  • Klare Kommunikationsziele
  • Langfristige redaktionelle Planung
  • Zielgruppenorientierung
  • Kreativität bei der Identifikation von Geschichten
  • Digitale Empathie
  • Analytische Betrachtung des Geschehens (Verbesserungsprozess)
  • Mut zu Fehlern (daraus lernt man am schnellsten)

 

Zum Autor

Roland Panter ist seit mehr als 15 Jahren freiberuflicher Berater für Unternehmenskommunikation. Er ist ein profilierter Digital-Experte und Stratege für Unternehmensentwicklung vor dem Hintergrund des Digitalen Wandels. Er hält inspirierende Vorträge im Spannungsfeld von Digitalität und Gesellschaft und ist Moderator auf Kongressen und Fachveranstaltungen. Er hat in den vergangenen Jahren zwei Fachbücher im Kontext der digitalen Kommunikation veröffentlicht.

 

Quellen: opensource.com CC BY 2.0; yuichirock CC BY 2.0

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hat diesen Beitrag am Freitag, 6. Februar 2015, in der Kategorie Gastbeiträge, Wissenswertes, Zeitgeschehen veröffentlicht und unter den Stichworten , abgelegt
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