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Die richtige Bilddatenbank finden

Ohne Bilder geht in Blogs und Social Media heute nichts mehr, denn: Postings mit Bildern erzeugen eine höhere Aufmerksamkeit beim Leser. Content ist nur dann erfolgreich, wenn er auch Beachtung findet. Daher sind Bilder oder andere visuelle Elemente, wie etwa Infografiken oder Videos, ein Muss. Besonders bei Bildern lauern jedoch Fallstricke: Wer die Lizenz für ein Bild nicht beachtet und das Bild widerrechtlich oder falsch nutzt, dem drohen Abmahnungen. Es gibt eine Vielzahl kostenfreier und kostenpflichtiger Anbieter. Hier müssen jedoch stets die Details der jeweiligen Bildlizenzen genauestens gelesen werden, um mögliche Abmahnungen gleich zu Beginn auszuschließen.

Wir stellen Ihnen hier drei bekannte Datenbanken vor, mit denen Sie als Verantwortlicher für Teile der Unternehmenskommunikation gut ausgestattet und rechtlich auf der sicheren Seite sind. Mit diesen Bilddatenbanken haben wir auch als Agentur in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht. In der Tabelle finden Sie einen Überblick über Angebote, Lizenzen und die Verwendungsmöglichkeiten. Allgemein gilt: Mit den drei Bilddatenbanken Fotolia, Shutterstock und Pixelio sind Sie sowohl gut für den redaktionellen, als auch für den kommerziellen Bereich ausgestattet.

Bevor Sie sich die Tabelle genauer ansehen, sollten Sie folgendes wissen:

Bei der Angabe des Urheberrechts unterscheiden die Bilddatenbanken zwischen der redaktionellen, der nicht redaktionellen und der kommerziellen Nutzung.

Die kommerzielle Nutzung von Bildern umfasst dabei den Bereich Werbung. Dazu zählen beispielsweise Werbeanzeigen, Partyflyer oder Fernsehspots. Auch wenn Sie die Bilder für Motive auf Produkten verwenden wollen, handelt es sich um eine kommerzielle Nutzung. Meistens verlangen die Bilddatenbanken in diesen Fällen den Kauf einer „Erweiterten Lizenz“.

Die nicht redaktionelle Nutzung umfasst Bilder, die Sie zu dekorativen Zwecken auf Ihrer Website oder in Ihrem Online-Magazin einbinden. Die redaktionelle Nutzung hingegen schließt Bilder für redaktionell aufgearbeitete Zwecke ein, wie beispielsweise Zeitungen, Blogs oder Bücher. Die Faustregel lautet hier: Sie dürfen diese Bilder nicht verwenden, um Geld zu verdienen.

* Stand 03/2016

Vor- und Nachteile

Aus der Vielzahl an Informationen haben wir für Sie Vor- und Nachteile für jeden der drei Anbieter herausgearbeitet, die sich auf unsere eigenen Erfahrungen stützen. Diese helfen Ihnen dabei abzuwägen, welcher Anbieter für Ihre Zwecke am attraktivsten ist:

Fotolia

+ große Auswahl bei den Bildgrößen
+ wenn Sie ein Abonnement weiterführen, schreibt Ihnen Fotolia die ungenutzten Downloads für den Folgemonat gut
+ Social-Media-Verwendung mit Einschränkungen erlaubt
+ keine zeitliche und räumliche Beschränkung
+ individuell anpassbare Angebote
+ Angebote für Unternehmen (Corporate Services)

- ungenutzte Credits verfallen nach einem Jahr
- Zahlung bei den meisten Bildern nur per Credits
- tägliches Abonnement: Ungenutzte Downloads verfallen bereits nach einem Tag

Shutterstock

+ Bildquelle muss ausschließlich bei der Verwendung im Redaktions- und Handelsbereich angegeben werden
+ umfangreiches Angebot
+ alle als nicht-redaktionell-gekennzeichneten Bilder können Sie ohne Quellenangabe in Social-Media-Kanälen teilen
+ individuelle Unternehmenspakete
+ keine zeitliche und räumliche Beschränkung

- keine Einzel-Downloads möglich: Buchung eines Kontingents erforderlich
- nicht genutzte Downloads verfallen nach einem Jahr

Pixelio

+ kostenlos
+ keine zeitliche und räumliche Beschränkung
+ lizenzfreie Fotos
+ keine Begrenzung in der Gültigkeit der Bilder

- keine Social-Media-Verwendung (nur durch die Zustimmung des Urhebers möglich)
- Bildquellenangaben sind immer Pflicht
- Bilder nur in Original- & Webgrößen erhältlich
- limitierte Auswahl
- eingeschränkte kommerzielle Nutzung: keine kommerzielle Auswertung des Bildmaterials erlaubt unspezifische Suchergebnisse

 

Achtung:
Bei der Suche von Bildern finden Sie mehr Ergebnisse, wenn Sie mithilfe von englischen Begriffen suchen. Sollten Sie sich bei der Übersetzung nicht sicher sein, helfen Ihnen Online-Wörterbücher wie Linguee oder Leo.

Was Sie außerdem beachten sollten

Aufgrund der strikten Social-Media-Bestimmungen raten wir Ihnen, ein besonderes Augenmerk auf die Lizenzvorgaben und Beschränkungen zu legen. Achten Sie beispielsweise darauf, dass Sie beim Hochladen Ihrer Bilder die Größenbeschränkungen einhalten und keine als „Social-Media-disenabled“ gekennzeichneten Bilder verwenden. Des Weiteren sollten Sie im Auge behalten, für welche Zwecke Sie die Bilder benötigen. Folgende Fragen helfen Ihnen dabei:

  • Brauche ich die Fotos ausschließlich für meine Social-Media-Kanäle?
  • Sind fünf Bilder im Monat für meinen Blog ausreichend?
  • Benötige ich ein Unternehmenspaket, um täglich viele Bilder zu downloaden?
  • Benötige ich meine Bilder für unternehmerische oder private Zwecke?

Diese und weitere Fragen ermöglichen einen ersten Überblick. Im zweiten Schritt empfehlen wir Ihnen, sich mit dem Anbieter Ihrer Wahl telefonisch in Verbindung zu setzen. Dieser erstellt dann anhand Ihrer Informationen ein individuelles Angebot, dass sich mit Ihren im Vorfeld festgelegten Ansprüchen deckt.

Fazit

Der Vergleich der Bilddatenbanken zeigt, dass sich für unterschiedliche Verwendungszwecke die vorhandenen Anbieter unterschiedlich gut eignen:

Wenn Sie Bilder für unternehmerische Zwecke benötigen, empfehlen wir Ihnen Shutterstock als potenziellen Anbieter. Denn dort erhalten Sie unternehmensorientierte Angebote, die sich auf Ihre Bedürfnisse abstimmen lassen. Zudem können Sie die Bilder sowohl für gewerbliche, als auch für kommerzielle Zwecke nutzen.

Sollten Sie als Privatperson nach Bildern suchen, raten wir Ihnen von Shutterstock ab, da es hier nicht möglich ist, einzelne Fotos herunterzuladen, Sie müssen immer ein Kontingent buchen. Denn falls Sie ausschließlich Fotos für Ihr Blog benötigen, reicht der kostenlose Anbieter Pixelio völlig aus.

Sie wollen Ihre Bilder zusätzlich in den sozialen Medien teilen und auf eine große Auswahl an Bildern zurückgreifen? Dann eignet sich für Sie Shutterstock oder Fotolia. Shutterstock bietet Ihnen hier den Vorteil, alle nicht-redaktionellen-Bilder ohne Quellenangaben zu verwenden und diese für kommerzielle Zwecke zu nutzen.

Für Sie war noch nicht das Passende dabei? Dann steht Ihnen eine Vielzahl weiterer Anbieter, wie beispielweise iStock und Getty Images zur Verfügung. Achten Sie bei der Auswahl der passenden Datenbank immer darauf, dass Sie Ihre Bedürfnisse bestmöglich abdeckt.

Autoren: Mette Lutter und Judith Rauhut

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hat diesen Beitrag am Dienstag, 22. März 2016, in der Kategorie Tipps aus der Agenturpraxis, Wissenswertes, Zeitgeschehen veröffentlicht und unter den Stichworten , , , , , abgelegt
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