Das zeichnet gute PR-Konzepte aus
Für manche Unternehmensentscheider ist schon das Wort "PR-Konzepte" ein Graus. Offenbar denken sie dabei an plakative Powerpoint-Präsentationen, die mit schönen Worthülsen große Etats abgreifen wollen. Schuld an diesem Vorurteil sind nicht die PR-Konzepte selbst, sondern allenfalls schlechte Konzeptioner. Eine nachhaltige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit braucht eine gewissenhafte Analyse und fundierte Maßnahmenentwicklung. Mit kreativem "Rumspinnen" ist es nicht getan.
Nach meiner Erfahrung besteht eine – häufig verkannte – Hauptaufgabe der PR-Konzepte darin, alle Beteiligten zu größtmöglicher Ehrlichkeit zu zwingen. Das kann manchmal ein mühevoller Prozess sein, in dem sowohl der Konzeptioner als auch der Kunde lernen, bei allem Enthuasiasmus für die gemeinsame Sache realistisch zu bleiben.
Gute PR-Konzepte werden "ergebnisoffen" erstellt. Das bedeutet: Zuerst kommt die Faktensammlung, dann die Auswertung, dann die Maßnahmenplanung. Ein PR-Mensch, der schon vorher weiß, welche Maßnahmen am Ende rauskommen sollen, hat seinen Job verfehlt.
Selbstverständlich sollen PR-Konzepte auch die künftigen Leistungen einer PR-Agentur verkaufen. Dafür müssen sie so angelegt sein, dass der potenzielle Auftragegeber den Inhalt samt sauberer Herleitung tatsächlich nachvollziehen kann. Und dafür taugen am besten ganze Sätze, die in verständlicher Sprache geschrieben sind…
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3 Kommentare to 'Das zeichnet gute PR-Konzepte aus'
13. Februar 2008
So sollte es sein, aber das ist meist leider nicht der Fall. Denn es kostet Zeit, Zeit für beide Seiten und da Zeit Geld ist, gibt es immer schon vorgefertigte Lösungen, selbst wenn im Einzelfall des Gegenteil behauptet wird.
14. Februar 2008
Unserer Erfahrung nach kosten unausgegorene Maßnahmen mehr Geld, als solche die schlüssig auf einander aufbauen. Also lieber einmal vernünftig nachgedacht und dann die Planung sauber abarbeiten, als sich von Einzelmaßnahme zu Einzelmaßnahme hangeln.
Ein Konzept muss 1. nicht die Welt kosten und 2. rechnet es sich auch noch. Schließlich soll PR ja vor allem eines: wirken.
15. Februar 2008
Ich schreibe gerade an einer PR-Konzeption für meine Hausarbeit (DAPR-Prüfung). Ich denke auch, dass eine Recherche unbedingt nötig ist. Ich bin leider nicht so stark in den (kreativen) Maßnnamen. Und ich denke, deshalb würde ich auf dem Markt keine Chancen haben. Das macht mir keine Unruhe, denn konzeptionell zu denken, dass bringt jedem in seinem Leben weiter.
Analyse, Strategie, Umsetzung – in dieser Reihenfolge kann es nur gehen.
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