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Corporate Social Media: Verhaltensrichtlinien sind für jedes Unternehmen wichtig

Selbst wenn ein Unternehmen gar nicht selbst Social Media nutzt – und dies vielleicht auch für die Zukunft nicht plant –, so sind dessen Mitarbeiter doch dort aktiv und in vielen Fällen als Angestellte identifizierbar. Unter Umständen äußern sie sich über das Unternehmen oder bestimmte Produkte und Personen. Aus diesem Grunde ist es für jedes Unternehmen wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, wie seine Mitarbeiter im Social Web auftreten und zu unternehmensrelevanten Sachverhalten Stellung beziehen. Noch essenzieller sind Verhaltensrichtlinien selbstverständlich dann, wenn das Unternehmen selbst Social Media einsetzt.

Denken Sie nur etwa an Fälle, in denen ein Mitarbeiter Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse oder marktrelevante Interna preisgibt, nicht ausdrücklich von sich als Person und nur in seinem Namen spricht, urheberrechtlich geschütztes Material verwendet oder sich negativ über Wettbewerber äußert. All dies kann schlimmstenfalls sogar juristische Folgen für den Unternehmer haben, der für das Tun seiner Mitarbeiter haftet: „Werden die Zuwiderhandlungen in einem Unternehmen von einem Mitarbeiter oder  Beauftragten begangen, so sind der Unterlassungsanspruch und der Beseitigungsanspruch auch gegen den Inhaber des Unternehmens begründet.“ (§ 8 II UWG)

Mit Social Media Guidelines oder einer Social Media Policy lassen sich verbindliche Richtlinien installieren, die die Gewähr dafür bieten, dass dem Unternehmen kein Schaden entsteht. Social Media Guidelines dienen vor allem dazu, für den Umgang mit Social Media zu sensibilisieren. Sie beinhalten eine überschaubare Sammlung von Geboten, die den Mitarbeitern eine wirksame Hilfestellung bieten sollen. Social Media Guidelines machen also keine Vorschriften und verbieten nichts, vielmehr ist es ihr Zweck, zu motivieren und zu unterstützen. Bestenfalls sollen Mitarbeiter zu authentischen Markenbotschaftern werden, die auch ihre eigenen Social Media Kanäle nutzen, um über das Unternehmen zu berichten.

Inzwischen gibt es eine Reihe guter Beispiele von Social Media Guidelines, an denen sich Unternehmen bei der Entwicklung ihrer eigenen Guidelines orientieren können. Ein Beispiel (DHL) finden Sie hier. Eine Social Media Policy geht darüber hinaus und ist ein Regelwerk, dass alle Verhaltensweisen, Zulässigkeiten und Verbote klar regelt und als Bestandteil des Arbeitsvertrages sogar besondere Verbindlichkeit erlangen kann. Ob ein Unternehmen sich nun für Social Media Guidelines oder / und eine Social Media Policy entscheidet: Die Verhaltensrichtlinien sollten immer Ausfluss und integrativer Bestandteil der Social Media Strategie sein.

Beispiellisten von Social Media Guidelines finden Sie hier und hier. Der BITKOM Bundesverband hat zudem einen Ratgeber zu diesem Thema zur Verfügung gestellt.

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hat diesen Beitrag am Freitag, 27. April 2012, in der Kategorie Tipps aus der Agenturpraxis, Wissenswertes veröffentlicht und unter den Stichworten , , , , abgelegt
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