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Auflagenstarke Webseiten zweifelhaft – wie Page Impressions entstehen

Der komplette Einbürgerungstest auf welt.de. 300 Fragen + Antworten gleich 600 Pageimpressions – je Besucher.

In Printmedien lässt sich die Zahl der Leser recht zuverlässig an der verbreiteten Auflage festmachen. Bei Webseiten zählen Unique Visits und Page Impressions (PI). Erstere sind die einzelnen Seitenbesucher, letzeres beziffert die Zahl der angeklickten Seiten. Oft stellen wir unseren Kunden bei Presseveröffentlichungen den Anzeigenäquivalenzwert zur Verfügung, der anhand dieser Zahlen berechnet wird.
Dass klickstarke Webseiten eine höhere Wertigkeit haben, als Webseiten, deren Angebot kaum durchgesehen – also durchgeklickt – wird, ist natürlich auch den Machern unterschiedlichster Nachrichtenportale bewusst. Darum hübschen sie zunehmend ihre Nachrichtenportale durch ellenlange Fotostrecken und Glücksspiele auf oder verteilen Artikel auf mehrere Seiten. Wie das genau funktioniert, hat
Stefan Niggemeier sehr schön zusammengefasst.  Ein Beispiel: “Die Welt online” hat gerade eine Statistik über das Einkommen in 170 Berufen auf 170 Seiten verteilt (Dank für den Hinweis an Stefan Niggemeier).


Die zweifelhafte Aussagekraft von Page Impressions führt jetzt zu einer überfälligen Diskussion darüber, welche alternativen Messmethoden sinnvoll sind. Denn natülich lässt sich sehr genau feststellen, welche Seiten gelesen werden und wie hoch die Verweildauer ist. Letztere wird von der unabhängigen IVW nicht abgebildet, ist aber einer der interessantesten Faktoren neben den Unique Visits.

Wir als Agentur wissen längst, welche Zahlen wir gern sehen würden. Unser eigenes Blog lassen wir zu diesem Zwecke zwar nur rudimentär über den Zugriffszähler von Topblogs.de auswerten (siehe Button unten recht in der Leiste). Die Ergebnisse freuen uns dennoch: Monatlich haben wir etwa 7.000 – 8.000 Leser die sich im Schnitt zwei Pages angucken. Für unsere Seite prdienst.de nutzen wir Google Analytics, das uns Auskunft gibt über

- die Anzahl der Seitenbesucher,
- die Anzahl der Seitenzugriffe,
- die angesehen Seiten pro Besuch im Durchschnitt,
- die Absprungrate,
- die durchschnittliche Besuchszeit auf der Seite und
- den Prozentsatz der neuen Besucher.

Wir wissen natürlich auch genau, woher die Seitenbesucher kommen (40,4 Prozent über verweisende Websites, 33,3 Prozent über direkte Zugriffe, 26,3 Prozent über Suchmaschinen), welches die meistbesuchten Seiten sind und wie viele Sekunden unsere Leser auf den Seiten verweilen. Dass diese Zahlen auch bei den Portalbetreibern vorhanden sind, die ihre Pages für Anzeigenwerbung vermieten – und bei denen Presseartikel online stehen – darf getrost vermutet werden. Aber diese Zahlen sind bestimmt nicht gut fürs Geschäft. Zumindest nicht bei den Klickraten-Aufhübschern.

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hat diesen Beitrag am Montag, 28. Juli 2008, in der Kategorie Zeitgeschehen veröffentlicht und unter den Stichworten , , , , , abgelegt
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