PR-Agentur Blog

Ashton Kutcher oder “Wie man aus Followern Geld macht”

Ashton Kutcher, US-amerikanischer Schauspieler und 32-jähriger Ehemann von Demi Moore, macht mittlerweile mehr Geld mit seinen Geschäftsideen im Internet als mit seiner eigentlichen Profession, dem Schauspielen. Und das verdammt schlau. Er gründete im Jahr 2000 zusammen mit Jason Goldberg seine Firma Katalyst. Ziel war es, die damals steigende Popularität Kutchers aus den TV-Serien “Die Wilden Siebziger” und “Punk’d” bei MTV zu nutzen. Seine unglaublich erfolgreiche Geschäftsidee mit seinem eigenen Namen als Marke im Zentrum bedient sich vor allem der sozialen Medien und Netzwerke wie Twitter, Facebook und Youtube.

Kutcher twittert über den (verifizierten) Account @aplusk. Sein Biografietext hier: “I make stuff, actually I make up stuff, stories mostly, collaborations of thoughts, dreams, and actions. Thats me.” Ganz einfach. Aber Kutcher twittert nicht allein aus Spaß, den er ganz offensichtlich dabei hat, sondern er nutzt den positiven Einfluss auf seine enorme Anhängerschaft auch geschäftlich.

Ein Wettstreit, CNN und die Anti-Malaria-Kampagne

Für die Kampagne “Malaria No More” wurde sein Twitterprofil genutzt, um Leute auf die Malaria-Situation aufmerksam zu machen, auf die Website der Hilfsorganisation malarianomore.org zu lotsen und zu spenden: 10 Dollar für ein Moskitonetz über einem Kinderbett in der Dritten Welt. Um diese Aktion besonders anzuheizen, rief Kutcher mit seiner Firma Katalyst einen Wettstreit mit CNN aus, die Aktion wurde also medienwirksam. Es ging darum, welcher Account als erster mehr als eine Million Follower bei Twitter erreichen würde. Sogar Starmoderatoren wie Larry King berichteten über diesen Wettstreit und somit auch über die Anti-Malaria-Kampagne. Tolle PR und überaus massenwirksam.

Katalyst zog alle Register und nutzte die sozialen Medien für die Kampagne wie kein zweiter: Nicht nur auf Twitter, sondern auch auf dem Facebook-Account von Ashton Kutcher, Videos, Blogs – überall wurde auf den Wettstreit und somit auch die Malaria-no-more-Kampagne hingewiesen. Der Erfolg stellte sich ein: Internetuser spendeten rund 90.000 Moskitonetze. Und als erstes stieg die Followerzahl bei Ashton Kutcher über eine Million. Das war vor einem Jahr.

“Influencer Marketing”: Kutcher als Multiplikator für Markenprodukte

Nach dem großen Erfolg dieser Kampagne begann die Zusammenarbeit mit großen Konzernen wie Kellogg´s, Nestlé oder Pepsi. Mit der eigenen Firma “Katalyst” will Kutcher Geschäfte im Internet machen. Seine Idee: Seinen eigenen Namen zur massenmedialen Verbreitung von Inhalten zu nutzen - nicht immer, aber regelmäßig – zugunsten bestimmter Auftraggeber, meist Hersteller von Nahrungsmitteln oder ähnlichen Markenprodukten wie beispielsweise Kellogg´s.

Kutcher und seine Leute haben dafür eine Kurzfilm-Serie, “KatalystHQ”, erschaffen, die auf ironische Weise den Alltag des Teams aus Kutchers Büro darstellt. Darin wird dann das beworbene Produkt des Sponsor-Unternehmens zwischendurch kurz eingeblendet – und das war es schon.

Jede neue Folge stellt Katalyst ins Netz und Kutcher informiert per Twitter, Facebook und Co. seine Anhänger über ihre Existenz. Der Rest ist Automatik. Katalyst ist laut Kutcher ein Konglomerat aus Unterhaltung, sozialen Networks und Werbung. “Wir schaffen soziale Netzwerke für Markenprodukte”, sagt der Schauspieler und Geschäftsmann. Das Ganze basiert auf dem Schneeballeffekt, auf dem Prinzip Weitersagen, also Word of Mouth. Die wenige Minuten kurzen Videos eignen sich perfekt zum schnellen Konsum und “mal eben Weiterschicken”. So hoffen die Sponsoren der jeweiligen Folgen, dass die Zuschauer ebenso konsumfreudig in den Supermarkt laufen und die Produkte kaufen werden, wie hier Nestlé mit dem Snack “Hot Pockets”.

Neue Medien ermöglichen neue Geschäftsideen

Das Prinzip dieser Geschäftsidee ist eigentlich simpel und Ashton Kutcher verdient dank seiner Prominenz, seiner Beliebtheit und seines Sinns für gute Geschäftsideen mit diesen aktuell sicher mehr Geld als mit dem Schauspielen. Man darf gespannt sein, was sich Kutcher noch alles ausdenkt. Seine Frau Demi Moore setzt sich und ihren eigenen Twitteraccount ( @mrskutcher ) gelegentlich auch für die Unterstützung bestimmter Kampagnen ein, beispielsweise die Anti-Hunger-Kampagne von Kellogg´s.

Übrigens: Mittlerweile hat @aplusk bei Twitter mehr als 4,7 Millionen Follower. CNN hat eine gute Million. Vodafone Deutschland hat knapp 6.500, ich stehe bei fast 500. Beeindruckend.

Ihren XING-Kontakten zeigen
hat diesen Beitrag am Freitag, 9. April 2010, in der Kategorie Zeitgeschehen veröffentlicht und unter den Stichworten , , , , , , , abgelegt
3 Stimmen - Bitte stimmen Sie ab!

Beiträge mit ähnlichen Themen:

Newsletter für PR-Interessierte

Fanden Sie diesen Beitrag interessant? Dann
abonnieren Sie jetzt unseren Online-PR Newsletter
und erhalten Sie künftig einmal monatlich unsere
besten Tipps, Tricks und Fachartikel frei Haus.
Unser Dankeschön: Die "10 Gebote der Online-PR"
exklusiv für unsere Abonnenten zusammengestellt.






*Ihre Daten werden vertraulich behandelt. Eine Abmeldung ist jederzeit möglich.

2 Kommentare to 'Ashton Kutcher oder “Wie man aus Followern Geld macht”'

Ralle
10. April 2010

Gut geschrieben, allerdings ist fraglich ob dies in der Form nachahmenswert sei. Allein der Weg nach Hollywood dürfte nicht ganz preiswert werden und ohne eine entsprechende Ausbildung auch mühsam bis unmöglich im Filmgeschäft Anschluß zu finden. Wer aber die Chance hat sich auf diese Art und Weise zu vermarkten sollte sie eventuell auch nutzen ;-)

MiaPublic
25. April 2010

Es ist sehr löblich, wenn sich prominente Hollywood-Größen für humanitäre Projekte einsetzen. Wenn dabei noch der ein oder andere Benefit für die Promis herausspringt, um so schöner. Uns Normal-Sterblichen wird dieser Erfolg aufgrund unseres Namens verwehrt bleiben. Aber vielleicht tun es auch Ideen? Wer weiß …

Hinterlasse einen Kommentar