Advertorials: Grauzone gekaufte Artikel
Dass redaktionelle Beiträge anders wirken als Anzeigen ist nicht neu. Leser nehmen sie als glaubwürdiger wahr und mit Advertorials machen wir uns dies zunutze. Advertorials sind redaktionelle Artikel, die gegen Bezahlung erscheinen und als solche weder eindeutig der Werbung noch der Pressearbeit zuzuordnen sind. Von Werbern werden sie oft belächelt, viele PR-ler rümpfen die Nase, wenn sie beispielsweise nach einem “Druckkostenzuschuss” gefragt werden. Zu Unrecht! Mit diesem Zwitter können wir auf Services und Produkte hinweisen, die sonst keine Chance auf Veröffentlichung haben, für die Leser aber trotzdem interessant sind. Mit Advertorials können wir Interesse wecken und statt bloßer Schlagworte auf überzeugende Inhalte und einen hohen Informationsgehalt setzen.
“Advertorial” klingt übrigens viel neuer, als diese sind: Im Lexikon Webster’s Third New International Dictionary werden Advertorials zum ersten Mal 1961 erwähnt. Laut deutschem Presserecht müssen Advertorials als Anzeige gekennzeichnet werden (was in der Praxis allerdings nicht immer der Fall ist, daher das schlechte Image). Ob gekennzeichnet, oder nicht: Die Erfahrung zeigt, dass Leser Informationen innerhalb der gewohnten redaktionellen Inhalte besser aufnehmen.
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