Stephen Fry, der “Topic-Anheizer” Die Tweets von Stephen Fry sind im UK eine beliebte Nachrichtenquelle und die entsprechenden Themen schaffen es regelmäßig innerhalb weniger Stunden auf Titelblätter In einem Interview mit dem Guardian zum Anlass der Überschreitung der 1-Million-Follower-Grenze spielt Fry selbst seinen Einfluss auf zwei der interessantesten Twitter-Kampagnen der letzten Wochen herunter: Den Giftmüllskandal (Trafigura-Affäre) an der Elfenbeinküste und die Kolumne von Jan Moir von der Daily Mail über den Tod des ehemaligen Boyzone-Sängers Stephen Gately. Verschiedene Themen erreichen eine solche PR-Kraft, dass sie es auf Titelseiten und in die TV-News bringen, weil Fry lediglich die Macht von Twitter nutzt, News sehr schnell an möglichst viele wahrscheinlich Interessierte weiterzuleiten. Von diesen hat er eben einige. Diese entscheiden aber wiederum selbst, ob sie ein Thema weiterleitet (re-tweeten) oder dem überhaupt Achtung schenken. Die Stories werden von den Nutzern gemacht Fry wurde von verschiedenen Seiten beschuldigt, sich solche “Stories” auszudenken, um seinen mittlerweile Millionen Followern Geschichten zu bieten. Doch das Gegenteil ist der Fall: Im Grunde seien es die Twitterer, die aus Themen erst Geschichten und dann auch Kampagnen machten, so Fry. Wie sich die Trafigura-Affäre und die Empörungsschlacht um die Jan Moir-Kolumne entwickelten und was Twitter hier für eine Macht ausübte, lesen Sie im PR-Agentur-Blog nach. Fakt ist jedoch:
Der Microblogging-Dienst hat in nur wenigen Monaten seines Bestehens eine so große Anziehungskraft entwickelt, dass einzelne Twittern mindestens ebenso viel Reichweite erzielen wie seit Jahrzehnten renommierte Medien. Viele Medienvertreter fürchten daher um den Einfluss ihres medialen Produktes und (weiteren) Verlust an Reichweite. Doch für PR-Treibende ist Twitter auch eine denkbare Möglichkeit, durch gute Kontakten mit bekannten oder beliebten Menschen aus verschiedenen Branchen Multiplikatoren zu gewinnen, die ihrerseits wiederum bestimmte Themen forcieren können. Meinungsbildung: PR-Kraft von Twitterern nutzen
Ganz klar: Eine sichere Strategie der Twitternutzung im Hinblick auf die Imagebildung oder -verstärkung von Marken oder Unternehmen gibt es (noch?) nicht, aber unterschätzen sollten weder PR-Fachleute noch Presse den sozialen Messaging-Dienst. Viele Medien haben das bereits erkannt und – trotz ihrer diversen Vorbehalte gegen die neue Art der Newsverbreitung – schreiben und suchen selbst nach Themen über Twitter. Zum Ende dieses Beitrags hat Stephen Fry übrigens 1.104.398 Follower.
Stephen Fry, britischer Autor, Schauspieler, TV-Quizmoderator, Kolumnenschreiber und vieles mehr, hat in dieser Minute seinen 1.103.781en Follower gewonnen – mich. Warum? Nun ja, ich bin PR-Mensch und Stephen Frys Tweets haben in den letzten Monaten das ein oder andere Mal ein zunächst sanft angestoßenes Thema zu einem wahrhaften Twitter-Sturm der Entrüstung werden lassen. Diesen wiederum – und die Folgen für die Beteiligten – hat die britische Presse liebend gern aufgenommen. Meine Kollegin Anja Floetenmeyer hat bereits über diese neue Macht von Twitter berichtet.
Daniela Dangers hat diesen Beitrag am Donnerstag, 10. Dezember 2009,
in der Kategorie Zeitgeschehen veröffentlicht und unter den Stichworten PR, PR 2.0, stephen fry, tweet, twitter, web 2.0 abgelegt





















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