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6 Leitsätze: Wie Sie Journalisten mit sozialen Medien erreichen

„Social Media“ bieten der PR neue Möglichkeiten, Dialoggruppen auch ohne den „Umweg“ über die Medien anzusprechen. Doch zweifelsohne sind vor allem Beziehungen zu Journalisten ein wesentlicher Bestandteil der Medienarbeit. Grund genug, sich einmal genau anzuschauen, wie Journalisten soziale Medien heutzutage nutzen und welche Konsequenzen das für die eigene PR-Arbeit hat.

In einem Webinar des Mediendienstleisters Cision mit Mark Frankel, Social Media Redakteur bei BBC, wurden die Ergebnisse einer Studie diskutiert, die genau diese Fragen beantwortete. Cision und die Canterbury Christ Church University UK befragte zwischen Juli und September 2014 466 Journalisten in Großbritannien und konnten daraufhin in der „Cision Social Journalism Study 2015“ einige wichtige Trends zusammenfassen, auf die sich Kommunikatoren einstellen müssen.

Wir haben die wichtigsten Learnings für Sie zusammengefasst, wenn es darum geht, Journalisten mit sozialen Medien zu erreichen.

1. Seien Sie in den sozialen Medien präsent
Die Studie zeigt, dass die meisten Journalisten soziale Medien als wesentlichen Bestandteil ihrer Arbeit sehen. Über die Hälfte der Befragten sagen sogar, dass sie ihre Arbeit ohne Social Media nicht mehr ausführen könnten. Folglich ist es für Unternehmen jeder Größenordnung wichtig, Teil der Netzwerke zu werden. Nur außerhalb dieser Dienste zu agieren, reicht für eine umfassende Kommunikation häufig nicht mehr aus.

2. Twitter und Facebook sind ein Muss
Möchte man Journalisten erreichen, muss man sie bekanntermaßen dort ansprechen, wo sie sich bewegen. Twitter wird neben Facebook von Journalisten am meisten genutzt und hat somit die größte Relevanz bei der Nachrichten- und Themenrecherche. Folglich sollten Sie als Unternehmen wenigstens auf Twitter und Facebook präsent sein, um Botschaften nicht nur direkt mit Kunden, sondern auch mit Journalisten teilen zu können.

3. Agieren Sie professionell und bieten Sie eine Hilfestellung
PR-Schaffende sind die wichtigste Quelle für Journalisten. Diese Erkenntnis ist zwar nicht unbedingt neu, bringt aber eine gewisse Verantwortung mit sich. Achten Sie darauf, neben Kundenwünschen stets auch die Bedürfnisse der Journalisten im Blick zu haben. Seien Sie zuverlässig und vertrauenswürdig, stellen sie qualitativ hochwertigen Content bereit und machen Sie es den Journalisten leicht, Sie zu kontaktieren. Eine professionelle und hilfreiche PR-Arbeit schätzen Journalisten – sowohl für die einmalige Recherche, als auch im Hinblick auf langfristigen Beziehungsaufbau.

4. Nutzen Sie Social Media zur Journalisten-Ansprache
Nicht nur die PR hat die Möglichkeiten der sozialen Medien erkannt, auch Journalisten sehen sie inzwischen als wichtigen Bestandteil ihrer Arbeit an. Dies beeinflusst neben den Recherchegewohnheiten auch die Art der Kontaktaufnahme. Das gebräuchlichste Kommunikationsmittel ist dabei immer noch die E-Mail, jedoch nutzen rund ein Drittel der PR Professionals inzwischen soziale Medien, um Journalisten zu kontaktieren. Dies geht mit den Wünschen der Journalisten einher: Diese wollen zwar weiterhin am liebsten per E-Mail informiert werden, auf Platz zwei folgen dann aber Twitter, Facebook und Co.

5. Erzählen Sie Geschichten und treiben Sie sie voran
Nach BBC-Social-Media-Experte Frankel sind soziale Medien unabdingbar für Journalisten, um informiert zu bleiben und an Entwicklungen teilzuhaben. Journalisten lieben – gerade im Web 2.0 – die Darstellungsform des Storytellings. Kommen Sie diesem Bedürfnis nach und erzählen Sie einzigartige Geschichten. Denken Sie daran, was der Kern von Social Media ist: es geht um Dialog  und Austausch. Nehmen Sie aktiv an Diskussionen teil und treiben Sie Geschichten voran, umso eher nehmen Journalisten Ihre Themen auf.

6. Verlassen Sie sich nicht auf Social Media
Obwohl die Studie aufzeigen konnte, welch wichtige Rolle soziale Medien für Journalisten insgesamt einnehmen, sind sie nicht das Maß aller Dinge. Rund ein Viertel der Journalisten stehen Facebook, Twitter und anderen Diensten skeptisch gegenüber und nehmen nur geringfügig daran teil. Denken Sie auch an diejenigen, die tendenziell eher offline unterwegs sind. Setzen Sie dazu neben den Social Media Kanälen auch weiterhin auf klassische Kommunikationskanäle.

Autor: Jan Reinholz

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hat diesen Beitrag am Freitag, 20. Februar 2015, in der Kategorie Wissenswertes, Zeitgeschehen veröffentlicht und unter den Stichworten , , , , abgelegt
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