10 gute PR-Vorsätze für 2012
Die meisten Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Eine schöne Sache – wenn man sie durchhalten kann. Wir geben Ihnen zehn Tipps für gute PR-Vorsätze in 2012, die umsetzbar sind – und Sie und Ihr Unternehmen weiterbringen werden. Garantiert.
1. Medienwandel in die eigene PR-Strategie übersetzen.
Der Medienwandel setzt sich fort: Es werden mehr Print-Titel eingestellt als neue gegründet, die Auflagenzahlen sinken weiterhin kontinuierlich, die Heftumfänge nehmen ab und die Redaktionen werden ausgedünnt. War es früher schon schwierig, den Relevanzfilter der Redaktionen zu passieren, liegt diese Hürde nun noch deutlich höher. Den meisten Unternehmen ist es kaum mehr möglich, echte unbezahlte redaktionelle Berichterstattung als Output ihrer Medienarbeit zu erhalten. Und dieser Trend setzt sich ungebrochen fort.
Deshalb sollten Unternehmen aus der Not eine Tugend machen: konzentrieren Sie Ihre Energie weitgehend auf moderne (Online-)PR-Instrumente, statt auf klassische Medienarbeit. Überzeugende Möglichkeiten bietet zum Beispiel das Content-Marketing.
2. Medienarbeit mit geschärftem Blick angehen.
Trotzdem sollte die klassische Medienarbeit nicht ganz eingestellt werden. Vielmehr gilt es, die Energie gezielter dank Themenplanrecherchen einzusetzen. Denn so erfahren Sie, wann welches Medium Ihr Thema aufgreift – und können Redaktionen frühzeitig und erfolgreich ansprechen.
3. Selbstbewusstsein bewahren.
PR-Schaffende stehen dieser Tage aus den geschilderten Gründen häufig unter Rechtfertigungsdruck. Zumal neben der „verdienten PR“ in Form unbezahlter redaktioneller Beiträge die „bezahlte PR“ in Form von Advertorials, Druckkostenzuschüssen und gekauften Platzierungen einen immer höheren Stellenwert gewinnt. Durch diese Entwicklung geraten PR-Abteilungen und -Agenturen zusehends in Konkurrenz zum Marketing, das vermeintlich redaktionelle Platzierungen wie Medialeistungen einkauft.
Kein Grund, um den Kopf zu senken. Denn die Rolle der PR wird nicht schwächer, sondern stärker. Auf die durch den Medien- und Gesellschaftswandel aufgeworfenen Fragen und Herausforderungen hat sie mit ihren ureigenen Stärken die passenden Antworten. Schließlich geht es um Dialog und Kommunikation.
4. Online-Reputation ins Blickfeld rücken.
Dass die Online-Reputation eines Unternehmens einen wesentlichen Einfluss auf das Image und den wirtschaftlichen Erfolg hat, ist längst kein Geheimnis mehr. Die Online-Reputation zu analysieren und zu monitoren ist daher eine kontinuierliche Aufgabe von strategischer Bedeutung. Unternehmen, die dann nicht nur auf negative Veränderungen reagieren, sondern schon im Vorfeld durch kontinuierliche Online-PR prophylaktisch eine starke positive Reputation aufbauen, können im Idealfall sogar verhindern, dass negative Stimmen die Wahrnehmungsschwelle überschreiten.
5. PR als Management-Aufgabe .
Deshalb sollte man PR auch als Management-Aufgabe begreifen, und nicht nebenbei von einem Mitarbeiter erledigen lassen. Selbst wenn Ihr Unternehmen eine eigene PR-Abteilung hat, sollten Sie in sämtliche Managemententscheidungen die PR-Effekte mit einbeziehen. Stellen Sie die gesamte Unternehmenspolitik auf den Prüfstand und passen Sie sie strategisch auf Ihre Reputationsziele hin an.
6. Beschwerdemanagement verbessern.
Kein Kunde beschwert sich, um Sie zu ärgern. Um besser und gezielter auf Beschwerden eingehen zu können, sollten Sie für das Beschwerdemanagement die CRM-Datenbank um Informationen zur „sozialen Reichweite“ der Kunden erweitern. Werfen Sie einen ganzheitlichen Blick auf Ihre Kunden und Stakeholder.
7. 12 neue Journalisten kennenlernen.
Gute Kontakte sind das A&O einer erfolgreichen Pressearbeit. Arbeiten Sie an Ihrem persönlichen Netzwerk: Lernen Sie in 2012 zwölf neue Journalisten persönlich kennen. Klingt mehr als es ist: Wenn Sie jeden Monat einen neuen Journalisten ansprechen, hat sich Ihr persönliches Netzwerk am Ende des Jahres um zwölf wertvolle Kontakte erweitert. Vergessen Sie darüber hinaus nicht, bereits bestehende Kontakte zu pflegen und zu festigen.
8. Pressemitteilungen personalisiert verschicken.
Personalisieren Sie die Verbreitung Ihrer Pressemitteilungen! Mit persönlicher Adresse und ein bis zwei einleitenden Sätzen erreicht sie ihren Empfänger wesentlich besser, als wenn sie unkommentiert an einen extrem breiten Verteiler geht.
9. Medienverteiler aktualisieren.
Unterziehen Sie Ihren Medienverteiler mindestens einmal im Jahr einem gründlichen Update. Wenn Sie das nicht selber leisten können, greifen Sie auf die Hilfe eines Dienstleisters zurück, der Zugriff auf eine täglich gepflegte Medien- und Journalistendatenbank hat.
10. Bei Online-PR SEO mitdenken.
Es gibt viele Wechselwirkungen zwischen Online-PR und SEO. Unternehmen, die jetzt ein Bewusstsein für diese Effekte entwickeln und in diesem Sinne integrierte Kommunikation mit Leben füllen, werden in 2012 ihre PR-Budgets effektiver einsetzen als bisher.
Haben Sie auch gute PR-Vorsätze für 2012? Sagen Sie uns Ihre Meinung – wir freuen uns auf eine Diskussion mit Ihnen!
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